Computer-Nachrichten.de Meinung"Stirb langsam 4.0" war sicherlich kein Wunschprojekt für Bruce Willis - doch dem alternden Hollywood-Star gelangen in den letzten Jahren nur ganz wenige wirklich große Kino-Erfolge. Deshalb kramte der haarlose Charakter-Kopf zwölf Jahre nach "Stirb langsam 3" noch einmal seine Parade-Rolle heraus, die ihn damals über Nacht zum Superstar machte, setzte "Underworld"-Macher Len Wiseman in den Regie-Stuhl und ließ es richtig krachen. Dank Wiseman wurde die Fortsetzung des Action-Streifens keine altbackene Retro-Veranstaltung, sondern wirklich bombastisches Action-Kino.
Gewaltige MaterialschlachtMit atemberaubendem Tempo jagt in "Stirb langsam 4.0" eine Action-Sequenz die nächste, unzählige Explosionen, zerstörte Fortbewegungsmittel und Gebäude summieren sich zu einer gewaltigen Materialschlacht. Dazu die markigen Sprüche von John McClane - fertig ist der nächste ganz große Blockbuster, der seine 110 Millionen Dollar Produktionskosten in wenigen Tagen einspielt. Keine Frage: "Stirb langsam 4.0" ist die massenkompatible Hochglanz-Action, die man von so einem Film erwartet. Und auch wenn die klaustrophobische Enge des ersten Teils durch hippen Cyber-Terrorismus ersetzt wurde: Der Film funktioniert fantastisch als hochdosierter Adrenalin-Kick zum Popcorn. Fazit: "Stirb langsam 4.0" reicht zwar nicht an "Stirb Langsam" von 1988 heran, der immer noch als einer der gelungensten Action-Filme aller Zeiten gilt, doch mit dem vierten Teil hat Regisseur Wiseman die Serie meisterhaft ins 21. Jahrhundert überführt.
Thomas Busch |