Wer bei "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt” ein furioses Finale erwartet, muss zwangsläufig enttäuscht werden. Bis der Film richtig in Fahrt kommt, wollen im ersten Drittel erst einmal behutsam alle Handlungsstränge zusammengeführt werden. Aber auch dann stehen keine Seeschlachten ins Haus, die alles bislang Gesehene in den Schatten stellen - im Gegenteil: Es wird zwar hin und wieder in Haudegen-Manier drauflosgeprügelt, wirklich atemberaubende Seeschlachten kann man jedoch an einem halben Finger abzählen. Dafür präsentiert der Piraten-Film viele alte Ideen in einem neuen Aufguss.
Wirklich schlecht oder gar langweilig ist "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt” jedoch keineswegs: Das Niveau der von
"Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2" wird gehalten, es gibt sehenswerte Special Effects und die prächtige Ausstattung des Films ist über jeden Zweifel erhaben. Aus der Schauspieler-Garde vermag diesmal allerdings nur Ur-Rolling-Stone Keith Richards wirklich herauszustechen, der in einer Gastrolle Jack Sparrows Vater mimt. Fazit: "Fluch der Karibik 3" zündet ein überschaubares Feuerwerk aus sattsam bekannten Elementen. Hier eine Prise Romantik, dort ein Quäntchen Action, darüber eine wohldosierte Portion Humor - fertig ist ein Mega-Blockbuster, der fast drei Stunden lang solide, aber seit Teil 2 nur noch dezent originelle Unterhaltung bietet. Für Neu-Einsteiger gibt es pünktlich zur Veröffentlichung des dritten Piraten-Abenteuers auch die DVD-Box "Pirates of the Caribbean - Die Piraten-Trilogie".