Thronfolger aus der Antike? Sechs Jahre! Ist das wirklich schon sechs Jahre her? Ja, ist es! Seit dem Jahr 2000 jagen hundertausende Spieler den Höllenfürsten und seine Brut in Blizzards Action-RPG-Klassiker "Diablo 2". Unzählige Spiele haben seitdem versucht, am Thron des Genre-Königs zu rütteln - und sind meist erbärmlich gescheitert. Ab dem 30. Juni 2006 schickt sich mit "Titan Quest" von THQ wieder mal ein Titel an, das darbende Genre aus dem Tiefschlaf zu reißen. Der Erstling des Studios Iron Lore rund um "Age of Empires"-Designer Brian Sullivan verbindet gekonnt bekannte Spielelemente mit sinnvollen Innovationen, wobei die größte wohl das innovative Szenario sein dürfte: Die Geschichte von "Titan Quest" basiert auf antiker Mythologie und bietet eine willkommene Abwechslung zum Fantasy-Einerlei von "Sacred" und Konsorten.
Halbgötter und SchweißDie Titanen, Götter aus der Vergangenheit, sind aus ihrer Gefangenschaft entflohen und mächtig sauer: Sie bringen Tod und Verderben über die antike Welt und legen sich mit den neuen Göttern an. Irgendwo zwischen den Fronten des göttlichen Konflikts steht der Held von "Titan Quest", der vom Bauernlümmel aus einem kleinen griechischen Dorf mehr oder weniger unfreiwillig zum Retter der Menschheit avanciert. Dabei kämpft er sich in einer äußerst umfangreichen Kampagne durch Griechenland, China und Ägypten. "Titan Quest" bedient sich dabei der gewohnten "Diablo"-Spielstruktur: Man metzelt sich durch riesige Gegnermassen, erfüllt Quests, sammelt Ausrüstung und baut seinen Charakter immer weiter aus. So simpel das klingen mag, so süchtig macht es: Es fällt unglaublich schwer, sich vom Spiel zu lösen, ständig will man "nur noch diese Quest" beenden, oder "nur noch einen Level aufsteigen".
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