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Computer-Nachrichten.de | 02. November 2007 | Seite 1 von 2

The Witcher: Düsterer Rollenspiel-Geheimtipp von Atari - nur für Erwachsene


Ein neues Bug-Desaster?

Fans von epischen Rollenspielen waren in den letzten Jahren irgendwo zwischen Gut und Böse: Einerseits gab es mit Großproduktionen wie "Gothic 3" und "Two Worlds" reichlich Fantasy-Futter für abenteuerlustige Spieler, andererseits waren die riesigen RPG-Welten häufig geplagt von teils nervigen Bugs. Mit "The Witcher" steht nach über vier Jahren in der Entwicklung seit einigen Tagen das ambitionierte Erstlingswerk des polnischen Entwicklerstudios CD Project in den Läden - zeitgleich mit einem Release-Patch, der laut Publisher Atari über 200 Fehler im Spiel beheben soll.Die gute Nachricht: Mit Patch spielt sich "The Witcher" bereits recht gut. Die Schlechte: Es gibt noch einiges nachzubessern. Schon jetzt erwartet die Käufer ein äußerst düsteres Rollenspielerlebnis, das sich ganz bewusst an eine erwachsene Käuferschicht richtet. Selbts "Grand Theft Auto" und Co. kommen in Sachen Gewalt- und Sexdarstellungen an den Hexer ran - aber "The Witcher" hat noch mehr zu bieten!

Entscheidungen und Handlungslücken

"The Witcher" basiert auf der gleichnamigen Romanreihe des polnischen Autors Andrzej Sapkowski und zeichnet ein düsteres Fantasyszenario auf. In der rauen Mittelalterwelt tobt ein brutaler Bürgerkrieg zwischen Menschen und Andersartigen, also Elfen, Zwerge und Co. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Hexers Geralt von Riva, einem Söldner und Monsterjäger, der zwischen die verfeindeten Fronten im schwelenden Konflikt gerät. Die Ausbildung zum Hexer machte Geralt zu einem Experten in Magie und Schwertkampf, hinterließ aber auch Spuren am Körper des Protagonisten hinterlassen. Geralt trifft in der Welt von Temerien immer wieder auf Misstrauen und Ablehnung. Zudem hat der Gute sein Gedächtnis verloren und muss im Laufe der rund 40 Stunden dauernden Handlung seine Vergangenheit klären. Dabei ist die Erzählweise gleichzeitig Stärke wie Schwäche von "The Witcher". Wie in "Knights of the old Republic" steht der Spieler immer wieder vor schwerwiegenden Entscheidungen, die die Geschichte in völlig unterschiedliche Richtungen lenken können. Leider sind die Erzählstränge zum Teil sehr verwirrend und werden erst spät im Spiel aufgelöst. Auch neigt die Handlung gelegentlich zu wirren Sprüngen, die der atmosphärischen Grundidee des Spiels nicht unbedingt gut tun.






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