Zeichen und WunderBethesdas "The Elder Scrolls: Oblivion" ist auch gut ein Jahr nach seiner Veröffentlichung ein hervorragendes Rollenspiel. Umso enttäuschender waren daher die Versuche der Entwickler, den unzähligen Fans mit langweiligen Erweiterungen das Geld aus der Tasche zu ziehen (Stichwort "Pferdedecke gegen Barzahlung). Auch das erste "echte" AddOn "Knights of the Nine" war bestenfalls ein netter Zwischensnack für RPG-Fans. Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder, denn am 27. März erscheint mit "Shivering Isles" endlich eine Erweiterung für "Oblivion", die diesen Namen auch verdient hat! Das Paket kommt als Verkaufsversion für den PC und als Download für die Xbox 360, zudem plant Bethesda, die Inhalte des AddOns auch für die kommende Playstation 3-Version von "Oblivion" zu bringen.
Zwischen Genie und WahnsinnIm Gegensatz zu "Knights of the Nine" erweitert "Shivering Isles" das Hauptspiel um ein riesiges, neues Gebiet, was sich grundlegend vom bekannten Cyrodiil unterscheidet. Dabei handelt es sich um die namensgebenden Inseln, genauer gesagt um Mania und Dementia. Hier herrscht ein leicht durchgeknallter Daedra-Prinz mit dem eingängigen Namen Sheogorath. Dieser sieht im Besuch des "Oblivion"-Helden die Ankunft eines Retters. Allerdings verfügt der gute Prinz über eine äußerst gespaltene Persönlichkeit, die ständig zwischen paranoiden Wahnsinn und genialer Kreativität schwankt. Im Laufe der Geschichte von "Shivering Isles" steht auch der Spieler ständig vor der Wahl zwischen guten und bösen Taten für Sheogorath und beeinflusst so den Verlauf der Handlung. In diesem Punkt erinnert das AddOn ein wenig an "Knights of the Old Republic".
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