Typische Wii-SteuerungCapcom versteht es wirklich vorbildlich, eine Vorbildrolle für das Recycling einzunehmen. So erlebt der Gamecube-Meilensteins "Resident Evil 4" zwei Jahre nach seinem ersten Auftritt immerhin schon die dritte Wiederverwertung. Nach dem schlichtweg brillantem Original, der ordentlichen PS2-Umsetzung und der völlig missratenen PC-Version bringen die Japaner ihr Survival-Horror-Meisterwerk am 29. Juni 2007 auch für Nintendos Wii. Technisch aufgepeppt und mit typischer Wii-Steuerung soll Fans des Genres erneut das Fürchten gelehrt werden. Kann "Resi 4" auch beim vierten Anlauf noch überzeugen, oder erwartet die Fans der Serie nur ein lauer Aufguss?
Euro-Horror erster Klasse |
Die Story von "Resident Evil 4" ist auf der Wii unverändert. Sechs Jahre nach den Ereignissen in Raccon City (erzählt in "RE 2") arbeitet Leon Scott Kennedy für die US-Regierung. Dort bekommt er den Auftrag, die von einer mysteriösen Sekte namens "Los Illuminados" nach Spanien verschleppte Tochter des Präsidenten zu retten. Der Auftrag führt Kennedy in ein kleines Dorf, dessen Bewohner den vermeintlichen Retter umgehend angreifen. Von hier an beginnt eine actiongeladene Achterbahnfahrt voller Schockeffekte und Story-Wendungen, die den Spieler bis zum Schluss fesselt. "RE 4" stellte einen Bruch in der Serie dar, da erstmals nicht Zombies, sondern von einem Parasiten befallene Menschen als Gegner herhielten. Zudem ist das Spiel deutlich actionreicher als seine Vorgänger, was sich aber nicht auf die perfekte Grusel-Atmosphäre des Spiels auswirkt. Wenige Spiele kommen dem Prädikat "Horrorfilm zum Mitspielen" näher als "Resident Evil 4". In jedem Augenblick ist die Spannung zum Greifen nah, egal ob man sich in einem engen Raum den eindringenden Dorfbewohnern erwehrt oder gegen die bildschirmfüllenden Endgegner antritt.
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