Tyrannei und Spaß dabei |
Um Schergen zu rekrutieren, muss der "Overlord" töten. Wer es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, unschuldige Bauern um die Ecke zu bringen, kann die nötige Energie auch aus geschlachteten Schafen ziehen. Das Rauben und Brandschatzen lohnt sich aber dennoch, da sowohl die Schergen als auch ihr Boss auf diese Weise an bessere Ausrüstung gelangen. Die einzelnen Level erinnern an "Fable" und sind vergleichsweise linear aufgebaut. Weil die Entwickler eine Karte vergessen haben, kann die Orientierung dennoch manchmal verloren gehen. Zudem ist es manchmal nötig, im Level zurückzulaufen, um sich neue Schergen zu beschaffen. Generell ist das Gameplay von "Overlord" aber gut durchdacht und angenehm schnell. Technisch ist "Overlord" sehr ordentlich. Die Grafik ist sowohl auf der Xbox 360 als auch auf dem PC sehr schön anzusehen und lässt eine gute Fantasy-Atmosphäre aufkommen. Während die Musik recht eintönig daherkommt, ist die Sprachausgabe durchgehend hervorragend. Besonders die Kommentare der unterwürfigen Schergen sind immer wieder für einen Schmunzler gut!
Computer-Nachrichten.de Meinung"Overlord" bringt frischen Wind in den Fantasy-Einheitsbrei. Das bitterböse Action-Adventure nimmt nicht nur ein ganzes Genre gekonnt auf die Schippe sondern macht auch jede Menge Spaß. Seit "Dungeon Keeper" war es nicht mehr so schön, böse zu sein. Das System mit den Schergen ist gut umgesetzt und geht dank der eingängigen Steuerung leicht von der Hand. Zudem macht es allein schon Spaß, die kleinen Mieslinge auf eigene Faust ihr Unheil verrichten zu lassen. Leider ist "Overlord" nicht perfekt. Kleinere Designmängel wie die fehlende Übersichtskarte und die linearen Level sorgen für leichtes Magengrummeln, außerdem ist "Overlord" recht schnell durchgespielt. Trotz allem ist den Triumph Studios ein echter Überraschungserfolg gelungen, der nicht zuletzt durch seinen schwarzen Humor das Zeug zum Kultspiel hat.
Boris Hofferbert |