Das Hacken nimmt kein EndeEigentlich ist es nach "Silverfall", "Immortal Throne" und "Dawn of Magic" mehr als müßig, schon wieder zu erwähnen, dass das Jahr 2007 voll und ganz im Zeichen von Action-Rollenspielen steht. Einerseits steht Hack'n'Slay also hoch im Kurs, auf der anderen Seite ist das Genre seit "Titan Quest" aber ein echtes Highlight schuldig geblieben. Das will ausgerechnet die französische Spieleschmiede Cyanide ändern, die bislang hauptsächlich mit dem durchwachsenen "Radsport Manager" auf sich aufmerksam machte. "Loki - Im Bannkreis der Götter" erscheint Anfang Juni und könnte ein echter Geheimtipp für den Action-RPG sein. Das Spiel bedient sich zwar stark an seinen Genre-Vorgängern, bringt aber auch eigene Ideen mit und überzeugt mit absolut überragender Grafik und einer düsteren, erwachsenen Story.
Die Götter müssen wütend sein |
Wie "Titan Quest" beschäftigt sich auch "Loki" mit Mythen und alten Göttern. Alles beginnt in Ägypten, wo der Totengott Seth reinkarniert wird und trotz wiedergewonnenen Lebens extrem schlecht gelaunt ist. Er startet kurzerhand seinen Rachefeldzug und nimmt sich dabei gleich die Gottheiten von drei anderen Glaubensrichtungen vor. So führt die Reise des Spielers auch in die nordische Götterwelt, das Aztekenreich und das gute alte Griechenland. Dazu stehen vier Charakterklassen zur Wahl, die sich aus den jeweiligen Gebieten akquirieren: Ein ägyptischer Kampfmagier, ein nordischer Barbar, eine Amazone aus Griechenland und eine aztekische Schamanin stehen für die lange Reise zur Verfügung. Die führt durch fast 200 Areale, die in altmodischer "Diablo"-Manier bei jedem Spielstart zufällig generiert werden. Übrigens geht "Loki" einen interessanten Weg in Sachen Schwierigkeitsgrade: Wie bei anderen Genrevertretern gibt es derer drei. Allerdings spielt man diesmal nicht das gleiche Spiel nochmal durch, sondern jede der drei Stufen führt durch etwa ein Drittel der Story - wer alles sehen und erleben will, muss also hart im Nehmen sein.
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