Angriff auf den SerienmeisterEin neues Jahr, ein neues Fifa: Pünktlich zum Saisonauftakt der großen europäischen Ligen bringt EA Sports "Fifa 08" auf den Markt. Im Jahr Eins nach dem deutschen WM-Sommermärchen feiert die Fußballreihe endlich auch ihr Debüt auf den Konsolen der nächsten Generation. PS3- und Xbox 360 kommen in den Genuss von deutlich edlerer Grafik als die Vorgängerkonsolen - und leider auch der PC. Aber EA Sports will diesmal nicht nur mit besserer Optik und einem riesigen Lizenzbatzen begeistern. Stattdessen wurde viel Wert auf Feintuning bei Gameplay, Steuerung und Realismus gelegt. Schließlich gilt es, den Platzhirschen und ewigen Rivalen "Pro Evolution Soccer" von Konami wieder zu überholen. Ob das wirklich klappt entscheidet sich wohl erst im Oktober, wenn die neue Version der japanischen Simulation erscheint. Am 27. September 2007 legt "Fifa 08" schonmal vor - und das nicht zu knapp!
Mehr Lizenzen, mehr Realismus |
30 Ligen, 576 lizenzierte Teams, 43 Nationalmannschaften und über 15.000 originalgetreue Spieler - EA Sports hat sich in Sachen Lizenzen wieder einmal selbst übertroffen. Wie gewohnt sehen die Computerkicker ihren realen Vorbildern nicht nur enorm ähnlich, sondern entsprechen ihnen oft auch in der Spielweise. Die Riberys, Diegos und Rooneys von "Fifa 08" stechen glaubhaft aus der Masse hervor. Das merkt man vor allem bei den neuen "Skill Moves". Per Tastendruck und Analogstick vollführen die Spieler mehr oder weniger geschickte Tricks, um sich wertvolle Vorteile im Spiel zu verschaffen. Im Gegensatz zu diversen Features von früheren "Fifas" sind die Skill Moves aber nicht nur Manöver zum Angeben, sie verleihen dem Spiel deutlich mehr taktische Tiefe. Das hat mehrere Gründe. Zum einen agieren sowohl Verteidiger als auch die eigenen Mitspieler in "Fifa 08" deutlich glaubwürdiger, zum anderen behandelt die überarbeitete Physik des Spiels den Ball nun als komplett eigenständiges Objekt. Technisch schwache Kicker legen sich die Kugel in der Hitze des Gefechts leicht zu weit vor und vertändeln Großchancen - man muss seine Mannschaft also gut kennen.
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