Unreal Tournament 2007 3,5? Zusammen mit dem dritten Teil der "Quake"-Reihe sorgte "Unreal Tournament" gegen Ende der 1990er-Jahre für einen gigantischen Boom der Multiplayer-Shooter. Mit beeindruckender Grafik und schnellem, unkomplizierten Gameplay konnte sich der Titel eine Fanbasis aufbauen, die noch heute das eine oder andere Deathmatch austrägt. Die beiden Fortsetzungen "UT 2003" und "UT 2004" konnten den Erfolg trotz guter Ansätze nicht ganz wiederholen. Zudem waren sie sich spielerisch so ähnlich, dass viele Fans der Reihe sich von Entwickler Epic Games veräppelt fühlten. Der nun erschienene vierte "UT"-Teil trägt dem Rechnung. Statt dem ursprünglich geplanten Namenszusatz "2007" heißt die neue Ausgabe nämlich ganz einfach "Unreal Tournament 3". Auch spielerisch besinnt man sich auf altbewährtes und versucht, die besten Elemente der Vorgänger in einem modernen Gewand zu vereinen, wobei "UT 3" auch einige Neuerungen bietet.
Multi hui, solo pfui! |
Wie schon "UT 2004" bietet auch "Unreal Tournament 3" eine Singleplayer-Kampagne. Die erreicht aber nichtmal annähernd die von Epic versprochene Tiefe: Im Groben geht es darum, sich an einer bösen Vertreterin der außerirdischen Rasse der Necris zu rächen, die unbewaffnete Zivilisten umgebracht haben. Die Geschichte wird recht lieblos mit Zwischensequenzen erzählt, und bietet spielerisch nicht mehr als eine Aneinanderreihung von Kämpfen gegen computergesteuerte Bots. Das alles ist aber nicht weiter tragisch, da "UT 3" ohnehin nicht ein reines Multiplayer-Spiel ist - und als solches hervorragend funktioniert! Schon die Kamapagne macht im Team gegen den Computer deutlich mehr Spaß als alleine und dient als gute Trainingseinheit für die sechs Spielmodi. Neben den bekannen Varianten Capture the Flag (mit und ohne Fahrzeugen), Deathmatches (in Teams, direkten Duellen oder "jeder gegen jeden") ist dabei besonders der Warfare-Modus interessant. Dahinter verbirgt sich eine taktisch deutlich erweiterte Variante von Onslaught aus "UT 2004".
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