Der neue Streich des "Vaters der Sucht"Unzählige Entwickler haben sich daran versucht, einen Thronfolger für "Diablo II" auf die Beine zu stellen. Aber trotz vielen guten Ansätzen (etwa "Dungeon Siege" oder "Titan Quest") hat es kein Titel geschafft, das gigantische Suchpotenzial des Originals wirklich zu erreichen. Mit "Hellgate: London" von den Flagship Studios soll das endlich anders werden, denn hinter dem Titel steckt mit Bill Roper der geistige Vater der "Diablo"-Reihe. Auf dem ersten Blick wirkt "Hellgate" ein aufwändiger Ego-Shooter, doch hinter der effektgeladenen Grafikorgie steckt das nahezu identische Spielkonzept des Dungeon-Urvaters. Und wie "Diablo" soll auch "Hellgate: London" ein langes Online-Fortbestehen beschert werden. Neben einer umfangreichen Singleplayerkampagne soll "Hellgate" viele Elemente eines MMORPGS besitzen, wobei sowohl kostenlose als auch Bezahlinhalte geplant sind. Im Herbst soll sich das Höllentor öffnen.
Die Zukunft ist die Hölle! |
Wie in "Diablo" zieht man auch in "Hellgate: London" gegen die Heerscharen der Hölle in den Krieg, diesmal allerdings in einer düsteren Zukunft. Im Jahr 2020 öffnet sich in der englischen Hauptstadt das namensgebende Höllentor und die Erde wird von Monstern und Dämonen überrannt. 18 Jahre später ist der Großteil der Erde dem Erdboden gleichgemacht und nur noch ein kleiner Widerstand wehrt sich gegen die Ausgeburten der Hölle. Der Spieler schlüpft in eine von drei Charakterklassen und versucht, dem höllischen Treiben ein Ende zu setzen. Zur Wahl stehen der nahkämpfende Templer, der magisch begabte Cabalist und der Jäger, der sich aus der Ferne zur Wehr setzt. Das Spiel beginnt in der U-Bahn des zerstörten Londons. Schon nach wenigen Minuten wird klar, dass sich "Hellgate: London" in der Tat wie ein "Diablo" in 3D spielt. Aus der Ego- oder der Schulterperspektive kämpft man gegen dutzende von Dämonen und sammelt fleißig Items auf, um sich zu verbessern. Über das Skillsystem herrscht zur Zeit noch unklar, fest steht aber, dass man im Spielverlauf diverse Spezialisierungen (etwa auf Schwerter oder Schusswaffen) vornehmen kann. Apropos schießen: Gezielt wird bei "Hellgate" wie in klassischen Shootern und auch sonst erinnert das hektische Treiben eher an "Half-life" als an klassisches Hack'n'Slay. Dennoch entscheiden in erster Linie die Charakterwerte über Erfolg und Misserfolg in den Kämpfen.
|