Nachschub für Mittelalter-FansDie komplexe Handelssimulation "Die Gilde 2" darf sich zweier Dinge rühmen. Erstens dürfte das Spiel eine der akkuratesten Umsetzungen einer mittelalterlichen Spielwelt sein, die es jemals gab. Zweitens dürfte "Die Gilde 2" vermutlich das einzige Spiel des Jahres 2006 sein, dass bei seiner Veröffentlichung noch fehlerhafter war als Piranha Bytes Rollenspiel-Epos "Gothic 3". Erst nach vier Patches war der Titel halbwegs spielbar, wenn auch noch nicht ganz fehlerfrei. Dieser Umstand hat Entwickler 4HEAD-Studios aber nicht davon abgehalten, eine AddOn für "Die Gilde 2" zu programmieren. In "Seeräuber der Hanse" hält endlich die von vielen Fans geforderte Seefahrt Einzug in das Spiel. Am 11. Mai werden die Segel gehisst!
Er ist ein Pirat - oder?Die wohl größte Neuerung des AddOns ist die umfangreiche Kampagne. Diese spielt auf einer von vier neuen Karten, die sich allesamt im Bereich der Nord- und Ostsee ansiedeln. Es gilt, den Namen des Vaters der Spielers rein zu waschen. Der wurde nämlich unter dem Vorwurf, ein Pirat gewesen zu sein, hingerichtet. Man schlüpft in die Haut des Sohnemanns, der als mittelloser Fischer in Danzig ganz von vorne anfangen muss. So sammelt man nicht nur das nötige Kleingeld, sondern auch Beweise für die Unschuld des Vaters. Die Kampagne verquickt die Handels- und RPG-Elemente des Hauptspiels sehr geschickt miteinander und ist durchaus gelungen. Im Verlauf der Missionen sticht man auch das eine oder andere Mal in See. Dabei kann man friedlich fischen, die Kontore zwecks Warenhandel ansteuern oder wie im Klassiker "Pirates!" spannende Seeschlachten ausfechten.
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