Ungewöhnlich lange hat es gedauert, bis Kult-Klempner Mario seine Jump 'n' Run-Premiere auf Nintendos Wii feiern durfte (sieht man vom Fun-Kick
Mario Strikers Charged und dem Minigames von
Mario Party 8 ab). Jetzt ist es endlich soweit, wenn auch noch nicht im heißerwarteten "Super Mario Galaxy" sondern in "Super Paper Mario". Dabei handelt es sich zwar um eine Fortsetzung der Rollenspiel-Reihe "Paper Mario", im Gegensatz zu seinen Vorgängern auf dem GameCube und dem Nintendo 64 orientiert sich die Wii-Ausgabe aber viel stärker an den Wurzeln der "Mario"-Spiele. "Super Paper Mario" bietet eine ungewöhnliche Kombination aus Jump'n'Run und Rollenspiel-Elementen. Aber nicht nur das Grundkonzept des Spiels tanzt aus der Reihe, auch bei der Präsentation beschreitet Nintendo einen interessanten Weg und mischt 2D- und 3D-Gameplay. Der Genremix steht am 14. September in den Läden.
Die Story von "Super Paper Mario" beginnt traditionell mit der Entführung von Prinzessin Peach. Diesmal steckt allerdings nicht Dauerfiesling Bowser, sondern der gemeine Count Bleck (oder in der deutschen Fassung: Graf Knickwitz) hinter dem Verschwinden der Schönheit. Dieser will die Prinzessin und Bowser zu einer Heirat zwingen um Chaos über das Land zu bringen. Dies kann Mario natürlich nicht zulassen und startet von der Stadt Flipside aus den Feldzug gegen den bösen Grafen. Die Geschichte ist weniger originell als in den früheren Teilen der Reihe, wird aber mit sher viel Wortwitz und Anspielungen erzählt. Dabei steuert man im Laufe des Spiels nicht nur Mario, sondern auch Bowser, Peach und Luigi, die alle über eigene Fähigkeiten verfügen. In der Stadt geht es noch am ehesten wie in den alten "Paper Mario"-Spielen zu. Unser Held unterhält sich mit den Einwohnern, erledigt kleine Aufgaben und kann gegen Bares nützliche Gegenstände erwerben. Stattet man aber eine der in jeweils vier Kapitel unterteilten Welten einen Besuch ab, spielt sich Mario wieder richtig klassisch. Der Klempner hüpft durch die bunten Level und entledigt sich seiner Feinde mit dem guten, alten Sprung auf den Kopf. Gesteuert wird "Super Paper Mario", indem die Wii-Mote wie ein Gamepad gehalten wird, was nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr gut funktioniert.