So wie früher und doch ganz neu |
"StarCraft 2" ist so konzipiert, dass Spieler des Vorgängers sich sofort zurechtfinden. Viele Gameplay-Elemente wurden übernommen oder verfeinert. So verlangen unterschiedliche Höhenstufen den geschickten Einsatz der Einheiten. Zudem können in "SC 2" unbgrenzt viele Einheiten ausgewählt werden (statt maximal zwölf), was zu größeren Massenschlachten führen soll. Ein Heldensystem wie in "Warcraft III" wird es nicht geben, obwohl einige Figuren aus dem Vorgänger wieder einen Auftritt haben. Überraschend konservativ gibt sich die Technik des neuen "StarCraft". Zwar sind die Schlachtfelder jetzt frei zoombar und die Kampfeffekte aufwändig, im Vergleich zu Detailmonstern wie "Company of Heroes" wirkt "StarCraft 2" aber schon heute recht bieder. Das ist aber gewollt, denn wie "World of Warcraft" soll auch das neue "StarCraft" möglichst vielen Spielern zugänglich sein. Gerade im Multiplayer-Modus, auf den Blizzard natürlich besonders viel Wert liegt, sind Spieler mit schwächerer Hardware oft im Nachtei - genau das soll bei "SC 2" verhindert werden.
Computer-Nachrichten.de MeinungEigentlich ist es noch zu früh, eine echte Einschätzung von "StarCraft 2" abzugeben. Aber das bislang Bekannte stimmt optimistisch! Blizzard versucht nicht, das Spiel neu zu erfinden, sondern baut konsequent auf die Stärken des Vorgängers. Sicher kann man den Machern vorwerfen, die Trends und Entwicklungen der letzten Jahre im Echtzeit-Genre zu ignorieren. Aber auf der anderen Seite ist der anhaltende Erfolg des Erstlings (nicht nur in Korea!) ein deutliches Signal dafür, dass altmodisch nicht immer gleicht schlecht sein muss! Es ist noch ein langer Weg bis "StarCraft 2" und es wird sich sicherlich noch eine Menge tun. Dennoch darf man jetzt schon optimistisch in die Zukunft blicken und auf einen würdigen Nachfolger hoffen - das Spiel ist jedenfalls in den besten Händen!
Boris Hofferbert |