Gewohntes Gameplay und brillante DialogeDas eigentliche Gameplay hat sich natürlich nicht sehr geändert. "Sam & Max" lösen gewohnt logische, wenn auch nicht sonderlich schwierige Rätsel, was dank der einfachen Point&Click-Steuerung leicht von der Hand geht. Es ist allerdings ein wenig schade, dass die Macher den Schwierigkeitsgrad des Finales nicht ein wenig nach oben geschraubt haben. Immerhin hat sich die Qualität der Rätsel speziell seit "Episode 3" auf einem ordentlichen Niveau eingependelt. Die eigentlichen Highlights sind aber auch diesmal die brillanten Dialoge, die in Sachen Esprit und Wortwitz locker mit den ohnehin genialen Vorgängern mithalten können. Gerade die Kommentare von Anarcho-Hase Max sind einfach nur wahnsinnig komisch und werden nie langweilig. Das liegt in erster Linie an den wieder mal genialen englischen Synchronsprechern, die den Figuren Leben einhauchen. Auch die Comicgrafik kann dank gelungener Animationen und vielen witzigen Details erneut überzeugen.
Computer-Nachrichten.de MeinungTelltale Games hat der ersten Staffel von "Sam & Max" einen würdigen Abschluss gegönnt. "Bright Side of the Moon" bietet alles, was die Vorgänger so erfolgreich machte: Knackige Rätsel, eine abgedrehte Geschichte und massenhaft Humor. Das Ende stellt zufrieden: Alle offenen Fragen der alten Episoden werden beantwortet, der "schockierende Schluss" war das Warten allemal wert. Schade, dass auch der letzte Teil der Reihe nach maximal drei Stunden vorbei ist. In dieser Zeit hat man allerdings mehr Spaß, als bei vielen anderen Adventures in der fünffachen Spielzeit. Betrachtet man die erste Staffel von "Sam & Max" als ganzes, so hat Telltale Games ein kleines Adventure-Meisterwerk geschaffen, das sich kaum vor den LucasArts-Klassikern zu verstecken braucht. Hoffentlich schafft es JoWood, die Qualität der Gags in die deutsche Version zu retten - wie es geht, hat das Original "Sam & Max" 1994 ja schon vorgemacht!
Boris Hofferbert |