Vollzugsmeldung aus der UkraineSechs lange Jahre ist es nun schon her, seit das ukrainische Entwicklerstudio GSC Game World mit der Entwicklung von "STALKER - Shadow of Chernobyl" begonnen hat. In diesen Jahren hat sich eine Menge Hype rund um den düsteren Endzeit-Shooter auf- und wieder abgebaut. Von der "kommenden Shooter-Revolution" war da zuweilen die Rede. Dann wurde wegen unzähliger Verschiebungen und diversen Differenzen mit Publisher THQ gar daran gezweifelt, dass "STALKER" überhaupt jemals erscheint. Nun, zumindest diese Sorge erweist sich am 20. März 2007 als unbegründet, denn dann erscheint "STALKER" endlich auf dem Markt. Und hält das Spiel dem Marketing-Hype stand? Nun, soviel sei schon mal verraten: "STALKER" ist eine absolut lohnenswerte Erfahrung!
Willkommen in der Zone |
Wie der Untertitel "Shadow of Chernobyl" schon verrät, wagt sich "STALKER" an ein ziemlich heißes Story-Eisen. Es geht um die tragischen Folgen des Reaktorunglücks von Tschernobyl im Jahr 1986. 26 Jahre später ist das Gebiet um das Kernkraftwerk als die "Zone" bekannt, eine unwirtliche postapokalyptische Gegend, in der Ausgestoßene und Mutanten ihr Unwesen treiben. Der Spieler bewegt sich als "Marked One" (Gezeichneter) durch die Zone und leidet Anfangs an Gedächtnisverlust. Das einzige was der gute Mann weiß ist, dass er jemanden töten muss - warum, ist schleierhaft. Im Gegensatz zu vielen Genrekollegen führt "STALKER" den Spieler nicht an einem roten Faden durch die Spielwelt. Stattdessen ist die Zone eine riesige, zusammenhängende Welt, die zum freien Erkunden einlädt. Damit das ganze auch einen Sinn erhält, erfüllt man wie in einem Rollenspiel Aufgaben für diverse NPCs. Diese laufen meistens nach dem "Hole dies, töte das"-Prinzip ab, lockern das Spielgefühl aber auf. Leider haben die Entwickler auf die Möglichkeit verzichtet, den eigenen Charakter wie in einem RPG weiterzuentwickeln. Statt Erfahrungspunkte und Skillpoints gibt es in "STALKER" nur bessere Waffen und Rüstungen als Quest-Belohnung. Nur die Artefakte, die gegen Bargeld eingetauscht werden können, stechen ein wenig heraus. Allerdings findet man den Großteil dieser Sachen auch auf dem Hauptpfad der Geschichte. Das ist schade, denn hier verschenkt der Titel eine Menge Motivationspotential!
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