Das nächste RPG-Schwergewicht |
Rollenspielfreunde, die auf der Suche nach einem gehaltvollen Genrevertreter durch die Läden streifen, kehren meist mit leeren Taschen und langen Gesichtern nach Hause zurück. Das RPG-Jahr 2007 wurde nämlich bislang nahezu ausschließlich von leichtgewichtigen "Diablo 2"-Clones wie "Silverfall" und "Dawn of Magic" geprägt. Mit "Two Worlds" erscheint am 9. Mai endlich wieder ein Titel auf den Markt, der sich mit Rollenspielkrachern wie "Oblivion" oder "Nerverwinter Nights 2" messen kann. Das nimmt sich viel vor: In einer riesigen, offenen Fantasywelt soll eine epische Geschichte mit vielen Wendungen erzählt werden, innovative Charakterentwicklung, und eine traumhafte Grafik. Aber schafft es Entwickler Reality Pump jhuaus all dem ein überzeugendes Gesamtpaket zu schnüren, oder droht ein neues Bug-Desaster wie "Gothic 3"? Am 9. Mai können sich wackere PC-Helden davon überzeugen. Eigentlich sollte "Two Worlds" zeitgleich auch auf der Xbox 360 erscheinen, die Konsolenversion verschiebt sich allerdings um ein bis zwei Monate.
Der Stoff, aus dem Fantasy-Träume sind |
"Two Worlds" versetzt den Spieler nach Antaloor, einer Fantsy-Welt, wie sie klassischer nicht sein könnte. Ein mittelalterliches Setting, durchsetzt von Menschen und Orks, von Elfen und Drachen. Und mitten in dieses Tolkien'sche Potpourri tritt der Spieler in der Rolle eines Kopfgeldjägers, der sich auf die Suche nach seiner entführten Schwester macht. Und wie könnte es anders sein, wird der gute Mann schon nach kurzer Zeit in eine viel größere Story hineingezogen, bei der ein verstorbener Kriegsgott mithilfe seiner Ork-Schergen seine Rückkehr auf die Welt und gleichzeitig deren Unterjochung plant. Die Reise durch Antaloor erinnert dabei in vielen Aspekten an "Oblivion". Die rund 32 Quadratkilometer Fantasywelt sind frei bereisbar und bieten viel zu entdecken. Der Spieler bereist lebendige Städte, erkundigt weitläufige Dungeons und kämpft mit Dutzenden unterschiedlicher Kreaturen. Langeweile kommt dabei so gut wie nie auf. Die Entwickler haben es geschafft, "Two Worlds" randvoll mit interessanten Quests zu packen, die immer wieder für Abwechslung auf den Haupt- und Nebenpfaden der umfangreichen Geschichte sorgen. Wie bei "Oblivion" und "Gothic 3" gibt es auch in "Two Worlds" verschiedene Fraktionen mit unterschiedlichen Interessen. Die Entscheidungen des Spielers haben dabei deutlich tiefgreifendere Entscheidungen als bei den Konkurrenten: Wer als Orksöldner ein Menschendorf ausrottet, sollte sich so schnell nicht wieder in den Hauptstädten sehen lassen. "Two Worlds" schafft es auf diese, dem Spieler völlig unterschiedliche Herangehensweisen an die Geschichte zu geben.
|