... und die Playstation 3 kann es doch!Die Playstation 3 hat ein hartes Jahr hinter sich. Sony musste sich für seine vermeintliche Superkonsole viel Kritik anhören, aber vor allem fehlte es an einer wichtigen Sache: Richtig guten Exklusivtiteln. Kurz vor Weihnachten sollte sich das ändern, denn da erschien das langerwartete "Uncharted: Drake's Fortune". Die PS3-Premiere von Naughty Dog (die unter anderem das geniale "Jak&Daxter" für die Playstation 2 produzierten) gehört nicht nur technisch zum Besten, was die Konsole zu bieten hat, es macht auch eine Menge Spaß. "Uncharted" ist ein Action-Adventure erster Güte und bietet spielerisch eine ansprechende Mischung aus Jump'n'Run-Akrobatik im Stil von "Tomb Raider" oder "Prince of Persia" und Baller-Action wie in "Gears of War". Getragen wird das Spiel dabei von einer sympathischen Story, die sich tief vor 80er-Jahre-Abenteuerfilmen wie "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" und der "Indiana Jones"-Reihe verbeugt.
Der Stoff, aus dem Abenteuer sind |
Der Spieler übernimmt die Rolle von Nahtan, genannt Nate, Drake, seines Zeichens Nachfahre des berühmten Entdeckers Sir Francis Drake (zumindest behauptet er das). Nach langer Suche findet Nate den Sarg seines vermeintlichen Vorfahren, nur um darin ein Tagebuch zu entdecken, das den Weg zum legendären Schatz von El Dorado weisen soll. Zusammen mit der Journalistin Elena, die die Expedition für die Abenteursendung "Uncharted" dokumentiert, und seinem grantigen Kumpel Victor "Sully" Sullivan macht sich Nate auf die Suche nach dem Schatz. Wie Kollegin Lara Croft müssen sich auch Nate und seine Gefährten vor allem durch tiefe Dschungel und verlassene Ruinen schlagen, aber auch ein altes U-Boot und eine Fabrik dienen als Szenario. Und wie es sich für eine zünftige Schatzsuche gehört, sind Widersacher nicht weit. Die hetzen Drake und seinen Gefährten fiese Söldner auf den Hals, denen es sich im Spielverlauf zu erwehren gilt. Die Story erstreckt sich über 22 kurze, aber stets knackige Kapitel und zieht den Spieler von der ersten Minute an in ihren Bann. Das liegt nicht unbedingt an ihrer Originalität, sondern eher an der absolut filmreifen Präsentation und vor allem den sympathischen Charakteren. Nathan Drake ist kein feherfreier Superheld, sondern reagiert stets glaubwürdig. Auch Elena und der Rest der Crew agieren weitestgehend klischeefrei, ohne farblos zu sein.
|