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Computer-Nachrichten.de | 25. Januar 2008 | Seite 2 von 2

Universe at War: Earth Assault - Echtzeitkracher mit Licht und Schatten von Sega


Verschenktes Potenzial

Wie schon erwähnt hat jede Fraktion in "Universe at War" ihr ganz eigenes Spielgefühl. Die Hierarchie hat etwa drei riesige, dreibeinige Walker als zentrale Einheiten, die sowohl als Belagerungswaffen als auch als mobile Basen zur Einheitenproduktion herhalten. Als Ressource nehmen die Fieslinge dabei alles, was nicht niet- und nagelfest ist - egal, ob zerstörte Feinde oder Autos. Die Novus sind die klassische "Rusher"-Fraktion, die mit vielen, aber schwachen Einheiten den Gegner in die Knie zwingt. Über ein System von Türmen können sich die Einheiten der Novus in Sekundenschnelle über die ganze Karte teleportieren, perfekt für eine Nadelstich-Taktik. Die Masari sind dagegen eher defensiv orientiert. Sie verfügen über enorm starke Einheiten, die aber nur langsam gebaut werden und eher träge sind. Insgesamt ist es den Machern gelungen, die Balance zwischen den drei Fraktionen nahezu perfekt zu halten, was sich besonders in Multiplayer-Duellen bemerkbar macht. Die Solokamapagne kommt dabei etwas zu kurz. Nicht nur sind die Karten oft einfallslos designt, was zusammen mit der eher durchwachsen agierenden KI nicht gerade für ein tolles Spielgefühl sorgt. Zudem kommt die Erforschung von neuen Einheiten und Bauwerken - im Multiplayer ein wichtiges Mittel zum Sieg - in der Kampagne nur stark eingeschränkt zum Zug, hier verschenkt Petroglyph unnötig viel Spielspaßpotenzial - schade!

Computer-Nachrichten.de Meinung

Ach, hätten sich die Entwickler doch ein wenig mehr Zeit für den Feinschliff genommen - "Universe at War" hätte ein Tophit werden können! So ist es eben "nur" ein unterhaltsames Echtzeitstrategiespiel, mit einigen Designschnitzern. Die Kampagne ist dröge, die Story nicht unbedingt kreativ (aber immerhin mit einem Augenzwinkern erzählt) und auch die KI überzeugt nicht allzu sehr. Das ist umso bedauerlicher, da Petroglyph drei der ausgewogensten Echtzeit-Fraktionen der letzten Jahre erschaffen hat. Das wird zumindest im Multiplayer-Berich viele Anhänger finden, sofern sie über einen "Games for Windows Live"-Goldaccount verfügen, der nicht gerade günstig ist. Optisch und soundtechnisch macht "Universe at War" einen ebenfalls sehr soliden Eindruck. Hoffentlich bringt Petroglyph noch das eine oder andere Add-On mit größerem Forkus auf die Kampagne auf den Markt, Potenzial ist immerhin reichlich vorhanden!

Ingo Notthoff






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