Neue Richtung, neues Glück?Die "Kingdom under Fire"-Reihe hatte auf der Xbox nicht wenige Fans. Die Mischung aus Rollenspiel, Strategie und "Ich ziehe mit meiner Armee in die Schlacht"-Action im Stil von "Dynasty Warriors" konnte nahezu immer durch abwechslungsreiches Gameplay überzeugen. Nun portieren das koreanische Entwicklerteam Blueside das Spiel auf die Xbox 360 - und verändert dabei den Stil der Reihe komplett! "Kingdom under Fire: Circle of Doom" schmeißt die Echtzeitstrategie-Elemente seiner Vorgänger komplett über Bord und präsentiert sich als reinrassiges Action-Rollenspiel. Da dieser in letzter Zeit eher spärlich auf der Microsoft-Konsole zu sehen waren, ist daran zunächst mal nicht viel auszusetzen. Aber sorgt die spielerische Neuausrichtung auch für die genretypischen Suchterscheinungen?
Licht und Schatten in Spielwelt und Story"Circle of Doom" spielt in einem Fantasyreich, das abwechselnd von den Göttern der Dunkelheit und des Lichts beherrscht wird - zumindest in der Theorie. In der Praxis weigern sich die dunklen Herrscher irgendwann einmal, die Kontrolle abzugeben, was die Welt naturgemäß ins Chaos führt. Um die Sache zu regeln schlüpft der Spieler in die Rolle von sechs Charakteren (einer muss erst freigeschaltet werden), die allesamt klassischen Fantasy-Archetypen entsprechen. Da gibt es den muskelbepackten Schwertschwinger, die elegante Elfenkriegerin und den Zauberer, der sich mit Magie zur Wehr setzt. Jede Figur hat ihre eigene Hintergrundgeschichte, über die man in speziellen Ausflügen in die Schattenwelt mehr erfährt. Wirklich Spannendes gibt es storytechnisch aber nicht zu berichten, zumal sich am eigentlichen Spielverlauf nicht viel ändert.
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