Back in Sin City!Vor gut 18 Monaten erreichte Ubisofts alteingesessene "Rainbow Six"-Reihe mit dem Abstecher ins von Terroristen bedrohte Las Vegas einen vorläufigen Höhepunkt. Kein Wunder, dass eine Fortsetzung der Taktik-Ballerei nicht lange auf sich warten ließ - zumal der Erstling mit einem extrem fiesen Cliffhanger endete. In "Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas 2" gilt es erneut, als Anführer der Rainbow-Spezialeinheit im größten Groschengrab Amerikas für Ordnung zu sorgen. Eins vorweg: Auch wenn sich Ubisoft sich vor kurzem den Namen von Kultautor Tom Clancy hat schützen lassen, darf man von der Kampagne von "RSV2" nicht unbedingt hollywoodreife Spannung erwarten. "Rainbow Six: Vegas 2" für PS3, Xbox 360 und PC ist europaweit bereits im März erschienen und lässt sich in diversen Import-Shops ordern. Hierzulande wird man sich wohl noch bis Mitte April/Anfang Mai gedulden müssen, da die USK Bedenken mit dem Erfahrungspunkte-System des Spiels hat, doch dazu später mehr.
Prequel & Sequel in einem |
Die Kampagne schließt unmittelbar an das Ende des ersten Teils an. Da im Laufe des Spiels in Form von Rückblicken auch die Ereignisse erzählt werden, die vor der Ereignissen des Erstlings passiert sind, fungiert "Vegas 2" gleichermaßen als Prequel als auch als Fortsetzung - für Neueinsteiger ist es daher schwer, den Durchblick zu wahren. Der Kampf des vierköpfigen Einsatzteams Rainbow gegen die Terroristen, die mit der Zerstörung von Las Vegas drohen, tobt dabei erneut in fiktiven Casinos, aber auch Außenlevel dienen vermehrt als Einsatzorte. Das Gameplay entspricht dabei weitgehend dem, was man von "Rainbow Six" kennt. Man arbeitet sich Raum für Raum vor, indem man geschickt Deckung sucht, seinen Teamkollegen taktische Anweisungen gibt und die Feinde ausschaltet. Im Vergleich zu "Vegas 1" wurde die KI der Gegner dabei spürbar überarbeitet. Leider gilt das nicht für die virtuellen Mitstreiter, die immer wieder den Weg vesperren oder feindliches Feuer ungeschickt auf sich ziehen. Zudem wurde der Koop-Modus von vier auf zwei Spieler beschränkt, wobei Spieler zwei nur passiv Befehle des Anführers entgegen nehmen kann. Dennoch macht das Solo-Spiel Spaß, da die Einsätze gut inszeniert sind und die Mischung aus Schleichen und Schießen hervorragend von der Hand geht.
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