Erfahrungswerte für den Multiplayer |
"Rainbow Six" gilt seit seinen PC-Anfängen Ende der 1990er-Jahre vor allem als Multiplayer-Spektakel, und daran ändert sich auch mit dem zweiten "Vegas" nichts. Die zwölf Karten lassen sich in fünf verschiedenen Spielmodi beackern, die vom klassischen Deathmatch über "Capture the Flag" bis hin zum komplexen "Total Conquest", bei dem es auf viel Teamwork ankommt. Ein interessanter Ansatz ist dabei die Möglichkeit, durch Erfahrungspunkte die Ausrüstung der eigenen Figur umfangreich zu verändern. Die Punkte lassen sich dabei sowohl im Single- als auch im Multiplayer-Modus verdienen. Das Spiel gibt sich dabei überaus spendabel und verleiht vom erfolgreichen Anschleichen bis hin zum "No Look"-Treffer aus der Deckung die wertvollen Punkte. Und genau das ist der Grund, dass "Vegas 2" in Deutschland noch nicht auf dem Markt ist. Die deutschen Zensoren kritisieren, dass das Spiel das Töten von Gegnern gewissermaßen belohnt. Wie genau Ubisoft das Problem lösen will, steht noch nicht endgültig fest. Technisch wurde die gute Grafik des 2006er-Vorgängers im Detail überarbeitet. So lassen sich mehr Levelinhalte zerstören, auch die Animationen wirken etwas weicher. Dafür leiden sowohl die Xbox 360 als auch die PS3-Version und gelegentlichen Rucklern, in Anbetracht aktueller Kracher wie "Call od Duty 4" wirkt das neue "Rainbow Six" daher ein wenig altbacken.
Computer-Nachrichten.de MeinungUbisoft Montreal hat sich mit "Rainbow Six: Vegas 2" wirklich nicht weit aus dem Fenster gelehnt. Spielerisch ist hat sich seit dem Vorgänger so gut wie gar nichts getan, wenn man von einigem Finetuning und der Möglichkeit, zu sprinten (macht nicht wirklich viel aus), einmal absieht. Auf der anderen Seite funktionieren die Zutaten durchaus auch ein zweites Mal: Die Einsätze sind gut aufgebaut und fordernd, der Multiplayer-Modus bietet eine Menge Langzeitmotivation und trotz KI-Schnitzern kann man auch Solo in Las Vegas eine gute Zeit verbringen - was nicht zuletzt am zufriedenstellenden Abschluss der Geschichte liegt. So gesehen ist "Rainbow Six: Vegas 2" wie ein Lieblingsgericht, was nochmal aufgewärmt wurde: Immer noch gut, aber nicht mehr ganz so toll wie beim ersten Mal. Hoffentlich kommen Ubisoft und die USK zu einer zufriedenstellenden Einigung, denn das Erfahrungspunkte-System ist - trotz Kontroversen - ein wichtiger Motivationsfaktor in "Vegas 2".
Ingo Notthoff |