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Computer-Nachrichten.de | 04. April 2008 | Seite 2 von 2

Assassin's Creed: Schleich-Action von Ubisoft kommt als Director's Cut endlich für den PC


Routinierte Umsetzung

Die neuen Elemente der PC-Fassung verändern das Spielgefühl von "Assassin's Creed" zwar nicht wesentlich, sind aber eine nette Dreingabe. Sie beschränken sich in erster Linie auf die die Informationsbeschaffung. So gilt es mal, Bogenschützen unter Zeitdruck auszuschalten oder einen befreundeten Assassinen durch die Stadt zu eskortieren. Die optisch netten, aber spielerisch unwichtigen Ritte zwischen den vier großen Städten können jetzt per Teleportation übersprungen werden, was spielerische Längen reduziert. Sehr gut ist die Anpassung der Steuerung gelungen. Altair steuert sich sowohl per WASD-Tastatur als auch per Gamepad perfekt steuern. Das liegt natürlich auch daran, dass die spektakulären Akrobatik-Einlagen wie schon auf den Konsolen nicht allzu schwierig gestaltet sind. Grafisch überzeugt "Assassin's Creed" ebenfalls am PC, vorausgesetzt, man besitzt eine entsprechend starke Maschine. Ohne Dual-Core-CPU und mindestens einer Geforce 8600 bzw. AMD 3850-Grafikkarte verkommt Altairs Abenteuer schnell zur Diashow, Besitzer von AGP-Grafikkarten dürfen die Reise in die Vergangenheit gar nicht erst antreten. Interessanterweise sind die Unterschiede zwischen der DirectX 9- und 10-Variante eher marginal, dafür ist "Assassin's Creed Director's Cut" eines der ersten Spiele, deren Performance unter Windows Vista besser ist als unter XP.

Computer-Nachrichten.de Meinung

Die PC-Fassung von "Assassin's Creed" ist grundsätzlich absolut gelungen. Die Abenteuer von Altair überzeugen auch knapp fünf Monate nach seinem Konsolenauftritt durch die spektakuläre Inszenierung und die offene Spielwelt. Der enorme Hardware-Hunger ist natürlich ein Wermutstropfen, allerdings galt "AC" schon auf PS3 und Xbox 360 als eines der grafisch aufwendigsten Titel. Allerdings leidet auch der "Director's Cut" unter den gleichen Problemen, die schon die Urfassung plagten. Auf Dauer entwickelt sich die anfangs packende Jagd auf die Anschlagsziele zur Routine, worüber auch die neuen Missionsarten nicht wirkklich hinwegtäuschen können. Gleiches gilt für die Story, die ihr großes Potenzial durch ein eher durchwachsenes Ende verspielt. Dennoch bleibt "Assassin's Creed" ein tolles Erlebnis, dass sich alle Fans von Schleich-Action auch auf dem PC nicht engehen lassen sollten.

Ingo Notthoff






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