PC-Spiele werden ja des Öfteren als tumb und gewaltverherrlichend charakterisiert. Dass es auch ganz anders sein kann, beweisen die Entwickler von Ubisoft Montreal mit ihrer Neuinterpretation von "Prince of Persia". Zwar wird auch hier gelegentlich gekämpft, der wahre Zauber des Spiels liegt aber in seiner fantasievollen Spielwelt, dem flüssigen Gameplay und der großartigen emotionalen Bindung des Spielers an die sympathische Nebendarstellerin Elika. Die Entwickler haben sich dabei von der "Sands of Times"-Trilogie losgesagt und spielerisch wie inhaltlich ein komplett neues Spiel geschaffen. "Prince of Persia" erscheint für PC, Xbox 360 und Playstation 3, wobei die Fassungen inhaltlich identisch sind. Wir haben das Game unter anderem auf unserem
Spiele-Rechner von Conrad Electronic (mehr ...) mit AMD Phenom X4 9950 Prozessor und ATI Radeon HD 4870 Grafikkarte angspielt.
Genaugenommen ist der Hauptdarsteller des neuen "Prince of Persia" kein echter Prinz, sondern ein dahergelaufener Abenteurer. Bei der Suche nach seinem Esel gerät er in einen Sandsturm und findet sich plötzlich in einer fremden Welt wiederfindet, die von der bösen Gottheit Ahriman verdorben wird. Zusammen mit der Prinzessin Elika macht sich der Protagonist daran, das Böse auszutreiben. Dabei springt und kämpft sich das Duo erstmals in der Reihe durch eine offene Spielwelt, um zunächst vier Bossgegnern auszuschalten. Für jeden gefallenen Obermotz werden bestimmte Abschnitte der Spielwelt in einer grafisch beeindruckenden Sequenz von der Dunkelheit befreit. Anschließend lassen sich in den "gereinigten" Abschnitten Lichtkugeln einsammeln, die Elika mit neuen Fähigkeiten ausstatten und den Zugang zu neuen Gegenden ermöglichen. Das velängert einerseits die Spielzeit und belohnt das Erforschen, auf der anderen Seite wird das erneute Durchlaufen der Level auf Dauer etwas eintönig.