World of Warcraft trifft Starcraft? |
Wenn sich ein Spiel anschickt, die besten Elemente aus verschiedenen Genres zu verbinden, weden Fans und Kritiker schnell hellhörig. "WolrdShift", das neueste Werk der "Knights of Honor"-Macher von den Black Sea Studios, ist ein solcher Titel - und ein äußerst ambitionierter noch dazu! Hier sollen die strategischen Elemente von Echtzeit-Games wie "Command & Conquer" oder "StarCraft" mit dem typischen Multiplayer-Sammel-Suchtphänomen von Online-Rollenspielen wie "World of Warcraft". Das Spiel verzichtet auf Strategie-Standardfeatures wie umfangreiche Technologiebäume oder Basenbau und versucht stattdessen, die Stärken der Fraktionen im Zusammenspiel mit menschlichen Mitspielern in den Vordergrund zu rücken. Zwar bietet "WorldShift" auch eine 18 Missionen umfassende Solo-Kampagne sowie die typischen Multiplayer-Deathmatches, seine wahre Stärke entfaltet das Spiel aber erst im kooperativen Multiplayer. Der Genremix ist seit dem 8. Mai für den PC erhältlich.
Postapokalyptische Standardkost |
Die Geschichte von "WorldShift" spielt in ferner Zukunft auf der Erde, die durch einen Meteriteneinschlag im 21. Jahrhundert verwüstet wurde. Während sich die Menschen in den fünf verbleibenden Megastädten zusammenrotteten, hat sich eine durch die Katastrophe entstandene Mutantenrasse namens Tribes ins zerstörte Ödland zurückgezogen. Beide Gruppen kämpfen um das Xenolit, das sich seit dem Einschlag zur wichtigsten Ressource der Welt entwickelt hat. In den schwelenden Konflikt greift standesgemäß eine Alienrasse ein, die besonders böse ist. Wie in "StarCraft" übernimmt der Spieler im Lauf der Kampagne alle drei Rassen, die sich aber spielerisch nicht allzusehr voneinander unterscheiden. Das Solo-Gameplay von "WorldShift" wird Echtzeit-Veteranen nicht allzu lange fesseln. Das liegt einerseits an der Story, die trotz des potenziell interessanten Szenarios und netter Zwischenseqenzen eher uninspiriert daher kommt. Andererseits wird spielerisch nicht viel Neues geboten. Durch den Wegfall des Basenbaus und der Ressourcenverwaltung (außer automatischen Xenolit-Sammlern muss man sich um nichts kümmern) wird das Spiel stark vereinfacht, zudem fehlen strategische Finessen wie Formationen oder unterschiedliche Geländeeigenschaften. So bleibt die Kampagne eher ein Trainingsmodus für die Multiplayer-Schlachten, in dem man sich mit den (wenigen) Einheiten und deren Fähigkeiten vertraut machen kann.
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