Super-Shooter oder Rohrkrepierer?  |
Nach einem eher zögerlichen Start ist die Playstation 3 mittlerweile am Markt angekommen. Allerdings herrscht auf der Sony-Konsole nach wie vor ein Mangel an hochklassigen Exklusivtiteln, Blockbuster wie "Call of Duty 4" oder "Grand Theft Auto IV" mussten stets mit der Konkurrenz von Microsoft geteilt werden. In diesem Jahr soll sich das aber ändern, und den Anfang macht mit "Haze" ausgerechnet ein Spiel, das erst spät in seiner Entwicklung zum PS3-Exklusivtitel wurde. Die hohen Erwartungen an "Haze" erklären sich aber nicht nur durch seine Exklusivität, sondern vor allem durch das Entwicklerstudioo hohe Erwartungen geknüpft, sondern beruhen eher auf dem Entwicklerstuido Free Radical Design. Das hat sich mit den hervorragenden Nintendo 64-Shootern "Golden Eye" und "Perfect Dark" ebenso einen Namen gemacht wie mit der "Timesplitters"-Reihe. Kein Wunder, dass die Vorfreude auf das PS3-Debüt der Briten entsprechend hoch war. Nun ist das Ergebnis endlich da, und ist leider ein wenig ernüchternd ausgefallen. "Haze" erscheint über Ubisoft am 23. Mai.
Drogenprobleme Anno 2048 |
Die Geschichte von "Haze" spielt im Jahre 2048. In der Rolle des jungen Soldaten Shane Carpenter wird der Spieler in einem Trupp der Mantel-Armee nach Südamerika geschickt, um der Bedrohung durch die militante Rebellengruppe Promise Hand und deren Anführer Skin Coat Herr zu werden. Ursprung des Konfliktes ist ein Streit um die Droge Nectar, die von Mantel zur Steigerung der militärischen Fähigkeiten genutzt wird. Im Laufe der Geschichte merkt Carpenter, dass in diesem Krieg nicht alles so ist, wie er es dachte, und findet sich auf der Seite der Promise Hand wieder. Gegenüber der eher leichten Storykost von "Timesplitters" versucht "Haze" eine düstere, erwachsenere Geschichte zu erzählen, die sich mit ernsten Themen wie Drogenmissbrauch und Militärethik beschäftigt. Doch leider scheitert der gute Ansatz an der Umsetzung. Denn das Verhalten der brutalen Mantel-Soldaten wirkt oft überzeichnet und zuweilen unfreiwillig komisch, auch die Motive des Protagonisten sind nicht immer nachvollziehbar.
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