Inkonsequenz im Gameplay |
Spielerisch bietet "Haze" eher altbackene Shooterkost. Der Spieler zieht meistens in kleinen Gruppen durch lineare Level gegen Gegnermassen, wobei sich weder diese noch die eigenen Mitspieler durch eine besonders gelungene KI auszeichnen. Eine Besonderheit stellen die Missionen im Dienste von Mantel dar, in denen man sich durch eine Dosis Nectar spezielle Fähigkeiten aneignen kann. So steigt die Trefferquote oder die eigene Abwehrkraft, zuviel der Droge führt aber zu einer gefährlichen Überdosis. Nach dem "Seitenwechsel" wird das interessante Konzept leider etwas verwässert. Als Promise Hand-Kämpfer kann sich Shane unter anderem totstellen oder seinen alten Verbündeten per Nectar-Granate eine Überdosis verpassen. Dummerweise merkt man in dieser Phase des Spiels nicht mehr viel von den vorher erlebten Stärken der Mantel... Auch technisch zeigt "Haze" Schwächen. Die Grafik wirkt unscharf, weder Leveldesigns noch Charaktere bieten besonders viele Details. Dazu kommen gelegentliche Ruckler und ein eher langweiliges Soundgerüst.
Computer-Nachrichten.de Meinung"Haze" wurde seit seiner ersten Ankündigung von vielen Shooter-Fans heiß erwartet und hätte das Zeug zum PS3-Exklusivknaller. Leider fehlt es dem Spiel aber überall am Feinschliff, der es zu einem Toptitel hätte machen können. So wirkt die Story leider zu sehr aufgesetzt und auch KI und Technik sind in Anbetracht von Krachern wie "Call of Duty 4" nicht mehr zeitgemäß. Dafür kann "Haze" im kooperativen Multiplayer punkten, denn die Kampagne lässt sich mit zwei oder vier Spielern im Splitscreen-Modus durchspielen. Ansonsten wird auch hier eher typische Deathmatch-Standardkost geboten. Schade, denn Potenzial hatte "Haze" durchaus. Für Hardcore-Shooterfans ist das neueste Produkt aus dem Hause Free Radical ein Probespielchen wert. Wer einen echten Exklusivkracher erwartet, muss sich noch bis zum erscheinen von "Metal Gear Solid 4" gedulden - da stehen die Chancen für einen Megahit deutlich besser!
Ingo Notthoff |