Actionkämpfe in toller Umgebung |
Die grundlegende Spielmechanik von "AoC" entspricht Genrestandards. Um Erfahrung zu sammeln, erledigt man alleine oder im Team Aufträge für NPCs, die in der Regel dem üblichen "hole dies, töte das"-Schema entsprechen, aber immerhin schön in Szene gesetzt sind. Toll umgesetzt sind die Kämpfe. Statt einfach nur stupide den Gegner anzuklicken, kann man aktiv bestimmte Angriffsmanöver durchführen und Angriffe auf Körperregionen konzentrieren. Das ist nicht nur motivierend, sondern sieht auch toll aus - allerdings sollten zartbesaitete einen Bogen um das Spiel machen, denn die Kämpfe entzweien so manches Körperteil von seinen Besitzern... PVP-Fans können sich auf riesige Belagerungsschlachten freuen, in denen erstmals auch taktische Disziplin vonnöten ist. "AoC" ermöglicht den Angriff in Formationen, um strategische Vorteile zu erhalten. Ein äußerst umfangreiches Crafting-System ermöglicht es den Spielern, nahezu alles in der Welt von Hyboria selbst herzustellen, selbst eigene Festungen und Städte können errichtet werden. Das dürfte einerseits der Community gut tun und andererseits für interessante PVP-Kriege sorgen. Noch ist es allerdings zu früh, um die Entwicklung abzuschätzen, vielversprechend ist es auf jeden Fall. Technisch darf man "AoC" schon jetzt als eines der schönsten Online-RPGs beschreiben. Speziell auf DirectX-Grafikkarten erstrahlt Hyboria mit einer selten gesehenen Detailverliebtheit, auch die Animationen von Helden und Gegnern sind großartig gelungen. Dazu kommt ein typisch-brachialer Orchester-Soundtrack und eine gelungene Sprachausgabe, die den guten Eindruck abrunden.
Computer-Nachrichten.de Meinung |
"Age of Conan: Hyborian Adventures" könnte sich zu einem ernstzunehmenden "WoW"-Konkurrenten entwickeln! Funcom hat sich jede Menge einfallen lassen, um nicht als Klon abgestempelt zu werden. Das Kampfsystem ist eine gelungen Abwechslung zum stupiden "Totklicken", die PVP-Schlachten sind durch die vielversprechend und auch die allgemeine Umsetzung der "RPG-Standards" wie Quests und Dungeons wirkt überzeugend. Zudem kommt, dass auch Solisten ihren Spaß in der Welt von Hyboria haben können, wenn auch langfristig ein Eintritt in eine Gilde empfehlenswert ist. Und dann wäre da noch das unverbrauchte Szenario! Die Welt von Conan setzt sich wohltuend von der glatten Weichspülfantasy von "World of Warcraft" ab. In Hyboria ist es brutal, wild und ungemütlich - eben so, wie man es sich von einem Zeitalter der Barbaren vorstellt! Wie jedes Online-RPG wird auch "Age of Conan" mit Kinderkrankheiten zu kämpfen haben. Man darf aber durchaus gespannt sein, wie sich der Titel in den nächsten Monaten entwickeln wird!
Ingo Notthoff |