Fahr's nochnmal! |
Das Fahrgefühl von "GRID" überzeugt durch einfache Zugänglichkeit und ist dennoch komplexer als reine Arcade-Raser wie "Need for Speed". Dafür sorgt schon das detaillierte Schadensmodell, dass die Autos bei Unfällen realistisch in ihre Einzelteile zerlegt. Apropos Unfälle: Codemasters hat sich ein interessantes Feature von der "Prince of Persia"-Reihe abgeschaut, nämlich die "Replay"-Funktion. Je nach Schwierigkeitsgrad darf man die Rennen einige Male anhalten und zurückspulen, um Fahrfehler auszumerzen. Was sich wie ein Cheat anhört erspart gerade Gelegenheitsfahrern jede Menge Frustmomente - wer sich mehrmals kurz vor Abschluss eines Drifting-Kurses verbremst wird die Funktion zu schätzen wissen. Lobenswert: Im Gegensatz zu manchem Konkurrenten machen in "GRID" auch die computergesteuerten Konkurrenten gelegentlich Fehler, was sie im Zusammenspiel mit ihrer aggressiven Fahrweise äußerst glaubwürdig macht. Technisch ist "GRID" ebenfalls nahezu perfekt. Die Autos sind hervorragend modelliert und auch die Strecken erreichen nahezu fotorealistisches Niveau, dazu kommen tolle Motorensounds. Einzig die sich schnell wiederholenden Kommentare der Teamkollegen nerven mit der Zeit, obwohl sie durchaus professionell gesprochen sind.
Computer-Nachrichten.de MeinungMit "Race Driver GRID" beweisen Codemasters einmal mehr, dass sie Experten ihres Fachs sind. Die Briten liefern ein modernes und perfekt durchgestyltes Rennspiel ab, dass Profis ebenso fordert wie Einsteiger. Der Karrieremodus ist trotz fehlenden Tiefgangs lange motivierend und überzeugt vor allem durch die abwechslungsreichen Renn-Events. Auch die Steuerung der hochgezüchteten Boliden ist nahezu perfekt, Anfänger werden durch diverse Rennhilfen unterstützt und auch die Gegner-KI überzeugt. Wermutstropfen gibt es dennoch in "GRID". Da wäre beispielsweise der komplett fehlende Tuning-Teil oder die etwas monotone Vertonung der Dialoge. Dennoch: "Race Driver GRID" ist eines der besten Rennspiele seit langem und nicht nur für die Fans der Vorgänger eine Probefahrt wert.
Ingo Notthoff |