Der Klassiker auf Abwegen"Civilization" auf Konsolen - das kann doch unmöglich funktionieren, oder? Auf der einen Seite eine Reihe, die durch ihre enorme strategische Tiefe und epischen, in runden ausgefochtenen Partien wie geschaffen für die "geruhsame" Welt des PCs ist. Und auf der anderen Seite die modernen "Höllenmaschinen" von Microsoft, Sony und Nintendo, die vor allem für ihre unkomplizierten Actiontitel und beeindruckende Grafikschlachten bekannt sind. Wie soll man das zusammen bringen? Designerlegende Sid Meier und seine Kollegen von Firaxis haben sich genau diesem Problem gestellt. Das Ergebnis erscheint am 11. Juni unter dem vielversprechenden Titel "Civilization Revolution" für PS3, Xbox 360 und Nintendo DS, wobei die tragbare Version von ihren Features her denen der Heimkonsolen entspricht. Die Erwartungen an das Spiel wurden durch eine kürzlich von Sid Meier getätigte Aussage geschürt, dass "Civ Rev" genau das "Civilization" sei, das er immer machen wollte.
Gestraffte Strategie |
In seinen Grundzügen entspricht "Civ Rev" noch immer seinen PC-Vorfahren. Man übernimmt eine von Zivilisationen, die man rundenweise von der Steinzeit bis ins Atomzeitalter führt. Auf einer zufallsgenerierten Weltkarte gründet man dazu Städte, erforscht neue Technologien und versucht vor allem ständig, die konkurrierenden Nationen auf Distanz zu halten. Das geht entweder durch kulturelle oder finanzielle Übermacht, den technologischen Fortschritt oder aber durch militärische Macht. Im Gegensatz zum PC wurden die Spielabläufe im Konsolen-"Civilization" dabei deutlich gestrafft. Die Forschung geht schneller, Einheiten lassen sich auf der kleineren Karte zügiger verschieben und auch das Mikromanagement der gegründeten Städte wurde deutlich vereinfacht. Im Gegenzug wurde die enorm wichtige Diplomatie nochmals aufgewertet. Die 16 Herrscherpersönlichkeiten schlagen Bündnisse vor, fordern Tribut oder erklären auch mal offen den Krieg, wenn der Spieler ihnen zu sehr auf den Leim rückt.
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