Auch im Multiplayer stark |
Trotz der starken Kampagne kommen natürlich auch Multiplayer-Fans bei "Battlefield: Bad Company" auf ihre Kosten. Zwar gibt es nur einen Modus ("Gold Rush", bei dem es wie im Solospiel um Goldreserven geht), aber die Schlachten mit bis zu 24 Teilnehmern erreichen locker die Intensität früherer Teile. Wie gewohnt schlüpft man dabei in eine von fünf Klassen, die sich vor allem durch ihre Startausrüstung unterscheiden, etwa Scharfschützen oder Sprengklassen. Letztere sind von besondererer Bedeutung, denn auch auf den acht Multiplayer-Karten ist die Möglichkeit, Gebäude und Landschaftsmerkmale zum Einsturz zu bringen, ein wichtiger taktischer Aspekt. Dadurch erreichen die Schlachten eine neue Dynamik, da festgetretene Decukungen nicht mehr so sicher sind, wei man es aus der Vergangenheit kennt. Technisch wird das alles durch die neue Frostbite-Engine überzeugend in Szene gesetzt. Gerade die einstürzenden Gebäude wirken Anfangs sehr glaubwürdig. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen, denn die "Crashs" passieren nicht physikalisch korrekt, sondern sind durch die Engine vorgegeben. Zuweilen wirkt es merkwürdig, wenn eine Hauswand an einer ganz anderen Stelle einbricht, als etwa eine Granate eingeschlagen ist. In der Hitze der Gefechte fällt dies allerdings nur selten unangenehm auf.
Computer-Nachrichten.de Meinung"Battlefield: Bad Company" ist in der Tat ein frischer Wind für die Serie. Der Multiplayer-Part bietet trotz nur eines Spielmodus jede Menge Abwechslung und wird Veteranen allein durch die zerstörbaren Landschaften und die unkomplizierte Steuerung sowohl zu Fuß als auch in den Vehikeln bei Laune halten. Dazu kommt die äußerst gelungene Solo-Kampagne, die zwar in Sachen Intensität nicht an "Call of Duty 4" heranreicht, aber durch ihre einerseits augenzwinkernde und andererseits knüppelharte Erzählweise durchaus punkten kann. "Bad Company" funktioniert besonders als Konsolenshooter durch seine unkomplizierte Art, die überzeugende Grafik und dem guten Mix aus Solo- und Multiplayer-Gameplay.
Ingo Notthoff |