In guter TraditionBlick zurück in die Spielegeschichte: Zu Zeiten von 8 Bit-Computern wie dem legendären C64 mussten tausende von Joysticks und später auch Gamepads ihren Dienst quittieren, weil sie in zermürbenden Rüttelorgien malträtiert wurden. Der Grund für die Schüttelwut waren Sportspielklassiker wie "Summer Games", in denen virtuelle Alter Egos durch möglichst schnelles hin- und herreißen des Sticks oder heftigen Buttondreschen zu Höchstleistungen im simulierten 100 Meterlauf oder dem Stabhochsprung animiert wurden. An diese Sportspieltradition will Sega mit der offiziellen Versoftung der olympischen Sommerspiele 2008 anknüpfen. Denn die immerhin 36 Disziplinen, denen PS3-, Xbox 360- und ab 15. Juli auch PC-Besitzer in "Beijing 2008" fröhnen dürfen, steuern sich größtenteils ganz ähnlich wie ihre Urahnen aus grauer Vorzeit. Doch ist es Sega auch gelungen, den Funfaktor der Klassiker einzufangen?
Fingerkrämpfe und Koordination |
Man kann "Beijing 2008" wahlweise im Training, als Einzeldisziplin oder aber als komplette Olympiade spielen. Letztere Option versetzt den Spieler in die Rolle eines Teammanagers, der sich (recht simpel) um Training der Athleten sowie das sportliche Abschneiden der Akteure kümmert, von der Qualifikation bis zum eigentliche Wettbewerb. In Sachen Steuerung lassen sich die Disziplinen grob in "Button-Masher" und "Koordinationsspiele" unterteilen. So gilt es etwa in den verschiedenen Laufevents vor allem, abwechselnd möglichst schnell auf zwei Knöpfe zu hacken oder den Analogstick hin- und herzurütteln. Andere Sportarten wie das Turmspringen oder die diversen Turndisziplinen verlangen vom Spieler, die Analaogsticks nach Vorgaben des Spiels zu bewegen, was bei unterschiedlichen Richtungen zur schwierigen Koordinationsaufgabe wird. Generell wirkt das Spiel bei den unterschiedlichen Sportarten wenig homogen. Während Disziplinen wie die Läufe zwar Fingerkrämpfe garantieren (speziell, wenn man auf der 1500 Meter Strecke fast vier Minuten lang auf's Gamepad hämmert...), aber zumindest "erwartungskonform" sind, wurden exotischere Sportarten wie Judo oder Bogenschießen eher dröge umgesetzt und langweilen spätestens nach einigen Runden.
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