Als
S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl (mehr ...) im vergangenen Jahr erschien, waren nicht wenige Spieler überrascht. Nicht nur hielten viele Fans und Kritiker es nahezu unmöglich, dass das Spiel nach scheinbar unendlicher Entwicklungszeit überhaupt noch fertig werden konnte. Nein, der Titel des ukrainischen Entwicklers GSC Game World überzeugte, trotz anfänglicher Bugs, spielerisch durch eine durchdachte Mischung aus Shooter und Rollenspiel. Hauptfaktor dafür dürfte das unverbrauchte Szenario sein, dass den Spieler in eine düstere, postapokalyptische Welt versetzt. Deutlich weniger Zeit brauchten die Entwickler für die Fortsetzung: "S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky" erscheint am 5. September. Wieder reist der Spieler dabei in die "Zone", ein Gebiet rund um Tschernobyl, dass 2006 von einer weiteren atomaren Katastrophe getroffen wurde und seitdem von marodierenden Banden und fiesen Mutanten durchstreift wird.
"Clear Sky" spielt im Jahr 2011 und damit ein Jahr vor den Ereignissen in "Shadows of Chernobyl". Der Spieler schlüpft in die Rolle eines der namensgebenden S.T.A.L.K.E.R., die die Zone auf der Suche nach wertvollen Artefakten durchstreifen. Im Verlauf der Story erfährt man dabei mehr über die Motive von Strelok, den Widersacher im Vorgänger. Auch die unterschiedlichen Fraktionen, für oder gegen die der Spieler arbeiten kann, spielen wieder eine Rolle, besonders namensgebende Gruppe "Clear Sky" steht dabei im Fokus des Geschehens. Die Konflikte zwischen den einzelnen Gruppen innerhalb der Zone sind dabei deutlich dynamischer inszeniert und laufen zum Teil auch unabhängig vom Spieler ab. Das wirkt sich auch auf die diversen Aufgaben aus, die der Spieler für die diversen Nichtspielercharaktere auswirkt, etwa, wenn ein Angriff auf ein gegnerisches Lager durch das Eingreifen einer dritten Gruppe unterbrochen wird.