Konamis KonterIm alljährlichen Zweikampf um den Titel der besten Fußballsimulation hat EA Sports mit Fifa 09 überraschend stark vorgelegt und - zumindest auf PS3 und Xbox 360 - viele Skeptiker durch ausgereiftes Gameplay überzeugen können. Umso größer waren die Erwartungen an die aktuelle Ausgabe der japanischen Vorzeige-Simulation "Pro Evolution Soccer". Immerhin hatte deren Chefentwickler Shingo, genannt 'Seabass', Takatsuka angekündigt, die Serie nach der von vielen Fans eher verhalten aufgenommenen 2008er-Ausgabe grundlegend umzukrempeln. Soviel sei schonmal verraten: Dazu kam es nicht. Dennoch bietet "Pro Evolution Soccer 2009" eine ganze Reihe Verbesserungen und Neuerungen gegenüber den Vorgänger, die Fans und Neueeinnsteigern gleichermaßen gefallen dürften. Das Spiel erscheint am 16. Oktober für PC und Konsolen.
Legenden selbstgemacht |
In "PES 2009" ist es erstmals möglich, einen eigenen Kicker zu erschaffen und von der Ersatzbank eines Zweitligaclubs in die Fußballannalen zu führen.Wie in einem Rollenspiel verbessert man dabei seine Fähigkeiten durch gute Leistungen im Training und auf dem Platz, wobei man jeweils nur das eigene Alter Ego steuert. Schneidet man dabei gut ab, wird man schnell von Topclubs umworben und muss sich gegen entsprechend stärkere Mannschaftskameraden durchsetzen. Der "Become a legend" getaufte Modus erinnert stark an Fifa's "Be a Pro", ist dabei ähnlich motivierend, wenn auch nicht ganz so ausgereift. Schön ist die Möglichkeit, die selbstgeschaffenen Kicker online mit anderen Spielern auszuprobieren. Ein altes PES-Problem schadet der "Legenden"-Atmosphäre: Die fehlenden Original-Lizenzen. Zwar hat sich Konami für "PES 2009" die Rechte an der UEFA Champions League sowie einer Reihe bekannter Clubs wie Inter Mailand, Real Madrid oder dem FC Porto sichern, viele Plätze in der Königsklasse werden aber nach wie vor durch Fantasie-Clubs besetzt.
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