Klassiker im neuen GewandVor mehr als 18 Jahren veröffentlichte New World Computing mit "King's Bounty" ein Spiel, das Strategie und Rollenspiel geschickt zu einem (damals) völlig neuem Spielgefühl verband. Die bis heute beliebte Serie "Heroes of Might & Magic" gilt als geistiger Nachfolger des Klassikers - und ab heute auch als Konkurrent! Das russische Entwicklerteam Katauri hat den Oldie runderneuert ins Jahr 2008 verfrachtet und mit spielerischen Neuerungen versehen. Das Ergebnis hört auf den Namen "King's Bounty: The Legend" und entführt den Spieler in eine liebevoll gestaltete Fantasy-Welt, die nicht nur gigantisch groß ist, sondern auch als Schauplatz für eine umfangreiche Geschichte dient, die mit viel Augenzwinkern erzählt wird. Spielerisch werden sich "Heroes"-Fans schnell wohlfühlen, denn in vielen Dingen erinnert "King's Bounty" stark an seinen Verwandten. Flashpoint/Nobilis bringen das Fantasy-Strategical am 31. Oktober 2008 auf den Markt.
Ein Held, viel Macht und Magie |
In "King's Bounty" schlüpft man in die Rolle des königlichen Schatzsuchers des Königreichs Endoria. Dabei zieht man wahlweise als Krieger, Paladin oder Magier durch die riesige Welt und erledigt allerlei Aufgaben für den König und die unzähligen Einwohner des Landes. Beim ersten Ausflug in das Startgebiet könnte man fast meinen, "Heroes of Might & Magic V" vor sich zu haben. Man steuert den Helden, der wiederum eine Armee aus bis zu fünf Truppentypen kommandiert, über eine idyllische Fantasy-Karte, erledigt Quests und bekämpft unzählige Monster. Doch die Unterschiede zum großen Bruder werden schnell deutlich: Zum einen steuert man in "King's Bounty" nur einen Helden, der sich zudem nicht um Stadtverwaltung und ähnliche Dinge kümmern muss. Zum anderen laufen die Reisen auf den Karten in Echtzeit ab, was auch für die Gegner gilt, die sich bei Sichtkontakt schnurstracks auf Angriffskurs begeben. Auf diese Weise ist es aber auch möglich, zu starke Feinde aus der Reserve zu locken und auf einen anderen Weg an ihnen vorbeizuschleichen, um an wertvolle Schätze zu gelangen. Kommt es zum Kampf (und das tut es oft!), wird die Verwandschaft zu "Heroes" wieder deutlich. Für die Scharmützel schaltet das Spiel nämlich auf eine in Felder aufgeteilte Karte um, in der die eigenen Truppen und die Kontrahenten rundenweise ziehen. Die Helden greifen nicht selbst ins Geschehen ein, können aber durch diverse Zaubersprüche und andere Fähigkeiten den Kampfausgang beeinflussen. Mit der gewonnenen Erfahrung steigen nicht nur die Attribute des Helden, sondern auch seine Qualitäten als Heerführer - und die bestimmt schließlich, wie stark die mitgeführte Armee sein darf.
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