Es ist schon fast Tradition: Wenn ein neues "Grand Theft Auto" erscheint, dürfen PC-Gamer erstmal nur neidisch auf ihre
Konsolen-Kollegen (mehr ...) schielen - und hoffen, dass Rockstar möglichst bald mit der Meldung herausrückt, dass die Umsetzung auf den Rechenknecht folgt. Bei "GTA 4" war die Wartezeit die bislang schlimmste, gilt das Spiel für die Playstation 3 und Xbox 360 doch als absolutes Meisterwerk und Meilenstein der Spieleentwicklung - nicht umsonst kategorisierte selbst die New York Times den Titel als "modernes Kunstwerk". Jetzt, über ein halbes Jahr nach der Konsolenfassung, ist es endlich so weit: Die PC-Fassung von "Grand Theft Auto 4" steht ab dem 3. Dezember 2008 in den Läden. Mit an Bord: Verbesserte Technik und ein hervorragender Video-Editor!
Inhaltlich hat sich gegenüber der Konsolenfassung nichts verändert: Der Spieler steuert den Niko Bellic, der aus Serbien in fiktive Stadt Liberty City ausgewandert ist, wo er die Schrecken des Bürgerkrieges hinter sich lassen will. Doch der vermeintliche American Dream wird schnell von der harten Realität eingeholt: Über seinen abgehalfterten Cousin rutscht Niko schnell in gefährliche Mafia-Machenschaften. In typischer GTA-manier erledigt man massenhaft Aufträge, die vom einfachen (aber spannenden) Fahren eines Fluchtfahrzeugs bis zum Auftragsmord reichen. Dabei entfaltet sich eine Story, die in Sachen Dramaturgie und Inszenierung zum absolut Besten gehört, dass die Spielewelt je gesehen hat. "Grand Theft Auto 4" verneigt sich dabei tief vor großen Hollywood-Gangster-Epen. Gleichzeitig vergessen es die Entwickler, die serientypischen Popkultur-Parodien einzubauen - ob durchgeknallte Werbespots im Radio oder Firmensatire im spieleigenen Internet, trotz realistisch-ernsten Setting entlockt "GTA 4" auch der grimmigsten Spielernatur den einen oder anderen Schmunzler.