Durch Berge, Täler und Hallen |
Natürlich sind die Einflussmöglichkeiten nicht mit der theoretischen Planung abgeschlossen. Die rund 180 Rennevents umfassen von Tagesfahrten über die neu eingeführten Bahnrennen bis hin zu Großereignissen wie der namensgebenden Tour de France. Während der Rennen bedarf es der vollen Aufmerksamkeit, um etwa den entscheidenden Moment für das Eingreifen von Wasserträgern oder aber einen Ausreißversuch nicht zu verpassen. Die Fahrer-KI wurde dabei überarbeitet, die Computer-Gegner fahren aggressiver und trotzdem glaubwürdiger. Grafisch wirkt die neue Ausgabe nach wie vor eher zweckmäßig. Zwar spendierte Cyanide den Radlern ein paar neue Animationen, dennoch wirkt die Rennndarstellung zuweilen ein wenig steril. Immerhin erfüllt sie ihren Zweck und schafft, charakteristische Elemente der bekannten Etappen gut einzufangen. Zudem legen die Entwickler bei "Tour de France 2008" endlich einen brauchbaren Streckeneditor bei. Damit lassen sich nicht nur neue Strecken komfortabel umsetzen, sondern auch bestehende verändern. Die fehlenden Abschnitte der im Spiel integrierten Deutschlandtour dürften also schon bald durch die rege Fangemeinschaft des Spiels nachgeliefert werden!
Computer-Nachrichten.de MeinungMit der neusten Ausgabe des "Radsport Managers" handelt Cyanide nach dem EA Sports-Prinzip "nur soviel verbessern, wie unbedingt nötig". Tatsächlich sind die Neuerungen im Vergleich zur 2007er-Ausgabe eher mager und beschränken sich größtenteils auf Details. Die Bahnrennen wissen dabei ebenso zu gefallen wie der umfangreiche Streckeneditor. Auf der anderen Seite wurde die KI zwar ebenso sinnvoll verbessert wie die Grafik, auffallen dürfte dies aber nur Serien-Veteranen. Natürlich gibt es auch kleinere neue Features sowie die aktualisierten Teamdaten, ob das aber einen Neukauf für Besitzer der Vorgängerversion rechtfertigt, muss jeder für sich entscheiden. Nach wie vor liefert Cyanide aber sehr gute Arbeit mit ihrer Umsetzung des Radsports aus - bleibt nur abzuwarten, ob die Franzosen auch im kommenden Jahr auf die Einführung des "Doping-Features" verzichten werden.
Ingo Notthoff |