Sieht man einmal vom fast 15 Jahre alten Originalspiel und dessen Fortsetzung (nebst Remake) ab, hat jeder neue Teil der "Siedler" für mehr oder weniger große Spaltungen in der nach wie vor riesigen Fanbasis: Mal ist es zu komplex, mal zu kriegerisch, mal fehlt der bezeichnende "Wuselfaktor". Auch der sechste "Siedler"-Teil
Aufstieg eines Königreichs (mehr ...) blieb davon nicht verschont, wurde aber insgesamt deutlich positiver aufgenommen als der direkte Vorgänger. Da sich das Spiel auch gut verkauft hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis Ubisoft für Gameplay-Nachschub in Form einer Mission-CD sorgte. Am 27. März 2008 ist es soweit, denn da erscheint "Reich des Ostens" im Handel. Der Name deutet es schon an: Die Erweiterung zu "Die Siedler 6" geht es in den fernen Osten, genau genommen nach Indien.
Die acht Missionen der neuen Kampagne von "Reich des Ostens" führen den Spieler ins indische Reich Basa, das nach dem Fall des tyrannischen roten Prinzen ziemlich angeschlagen ist. Aufgabe in der Kampagne ist es nun, Basa zu neuen Glanz zu verhelfen und die Verbindung zum großen Königreich Hidun wiederherzustellen. Dabei steht mit Saraya, der Tochter von Hiduns Mogul Praphat, eine neue Heldin auf der Seite des Spielers, die unter anderem Tribute von Siedlungen einfordern kann um die eigenen Ressourcen aufzustocken. Generell sind die Missionen im Gegensatz zum Hauptspiel deutlich friedlicher und erfordern eher eine gute Infrastruktur als militärisches Geschick. Ein wichtiges neues Spielelement ist dabei der Monsun, der die tropischen Gebiete von "Reich des Ostens" regelmäßig überschwemmt und Handelsrouten unpassierbar macht. Der einsetzende Sturzregen sorgt dafür, dass man sich ständig auf veränderte Situationen einstellen muss - eine willkommene Abwechslung!