Zusammen noch besser |
Aufgelockert werden die Jump'n'Run-Parts durch Kämpfe mit Gegnerhorden, die jedoch recht simpel gehalten sind. Wie in einem Rollenspiel lassen sich dabei Erfahrungspunkte und besondere Gegenstände verdienen, mit denen die Fähigkeiten der Charaktere ausgebaut werden können. Haucht ein Protagonist sein Bildschirmleben auf, müssen die verbliebenen Recken bis zum nächsten Wegpunkt allein weitermachen, was zuweilen fordernd ist. Richtig spaßig wird "Trine", wenn ein zweiter Spieler eingreift. Dann sind je zwei Figuren gleichzeitig auf dem Schirm was ganz neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit auftut. Andererseits wird das Spiel auch schwieriger, weil mehr Gegner auftauchen. Besonderes Lob gebührt der Grafikabteilung von Frozenbyte: Obwohl es "nur" zweidimensional ist, bietet "Trine" wunderschöne Leucht-Effekte, tolle Animationen und ein von Anfang bis Ende gelungenes optisches Bild. Zusammen mit dem ebenfalls gelungenen Soundtrack erzeugt das Spiel eine sehr schöne Fantasy-Atmosphäre.
Computer-Nachrichten.de Meinung"Trine" ist eines dieser Spiele, bei denen man sich wünscht, dass die "Großen" der Branche sich eine Scheibe vom Eifer der Entwickler abschneiden. Das Spiel ist innovativ, sieht schön aus und lässt sich hervorragend steuern. Gerade im Koop-Modus, der ein wenig an den Klassiker "Lost Vikings" erinnert, macht "Trine" jede Menge Spaß. Allerdings ist die Euphorie nicht ganz ungebremst: Zuweilen nerven die immer neu auftauchenden Gegner, zudem wiederholt sich einige Spielkonzepte ein wenig zu oft, obwohl die Spielzeit nicht allzu lang ist. Dennoch: Wem der Sinn nach einem interessanten und unverbrauchten Jump'n'Run steht, sollte sich den Titel durchaus einmal genauer betrachten. Größter Wermutstropfen für PC-Besitzer dürfte der Preis sein, der mit 30 Euro fast 10 Euro höher liegt als der der Konsolenversion.
Ingo Notthoff |