Endlich wieder was zu lachenIn den letzten Jahren haben sich Point'n'Click-Adventures nach langer Durststrecke wieder einen kleinen, aber gesicherten Platz auf dem Spielemarkt zurückerobert und immer wieder einige Highlights hervorgebracht. Allerdings ging es dabei häufig ernst zu, sieht man einmal vom gelungenen "Ceville" und dem eher durchwachsenen "Simon the Sorcerer: Wer will schon Kontakt" ab. Die Bremer Entwickler King Art wollen mit ihrem Debuttitel "The Book of Unwritten Tales" an alte Genre-Tugenden anknüpfen. Das Spiel vereint logische Rätsel, eine überzeugende Technik und eine streckenweise unglaublich gelungene Fantasy-Persiflage zu einem Gesamtpaket, das Adventure-Fans frohlocken lässt.
Wenn das der Gandalf wüsste! |
In "The Book of Unwritten Tales " schlüpft der Spieler in die Haut des Gnoms Wilbur Wetterquarz, der unverhofft in den Besitz eines Rings gelangt. Wie es sich für ein echtes Fantasy-Abenteuer gehört, verfügt das Kleinod über magische Fähigkeiten, die über Fortbestehen oder Untergang der Spielwelt entscheiden. So wird Wilbur mehr oder weniger unfreiwillig zum Helden und muss sich darum kümmern, dass der Ring zerstört und nicht in die Hände der Schattenarmeen fällt. Wem das Ganze jetzt bekannt vorkommt, sollte sich nicht Wundern: "The Book of Unwritten Tales " persifliert nicht J.R.R. Tolkiens Klassiker "Der Herr der Ringe" und viele weitere Fantasy-Abenteuer auf augenzwinkernde Weise. So reisen Wilbur und seine Begleiter (der "freischaffende Freibeuter" Nate, die hübsche Elfe Ivo und ein zotteliges Wesen, was im spiel einfach nur als "das Vieh" bezeichnet wird) durch eine lebendige und sehr kreative Fantasywelt, lösen in klassischer Point'n'Click-Manier Probleme für die skurrilen Einwohner, die so manches Genre-Klischee durch den Kakao ziehen.
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