Fortsetzung oder Erweiterung?Im Jahr 2006 setzte Relic mit ihrem Weltkriegs-Strategical "Company of Heroes" neue Maßstäbe im Echtzeit-Genre. Das Spiel überzeugte nicht nur durch seinen enormen taktischen Tiefgang, auch die packende Erzählweise und der hervorragende Multiplayer-Modus sorgten bei Fans wie Kritikern für Begeisterungsstürme. Jetzt erscheint mit "Company of Heroes: Tales of Valour" eine Erweiterung für den Hit, die allerdings auch ohne das Hauptspiel lauffähig ist. Dieser Spagat deutet schon an, was den Spieler erwartet: "Tales of Valor" verändert das Gameplay des Vorbilds, ohne es zu revolutionieren und will ebenso alten wie neuen Fans gefallen.
Drei mal drei... |
Schon früh im Spiel wird klar, dass "ToV" deutlich action-orientierter ist, als das Hauptspiel. Das Spiel bietet drei Solo-Kampagnen, die allerdings jeweils nur aus drei Missionen bestehen und dadurch eher Tutorial-Charakter haben. Noch mehr als im Original-"CoH" liegt der Fokus der Solo-Missionen auf Action. Das äußert sich beispielsweise darin, dass man in jeder der drei Kampagnen (von denen zwei auf deutscher und eine auf amerikanischer Seite spielen) jeweils nur eine handvoll Einheiten steuert, statt großer Truppenverbände. Die steuert man zwar wie im Hauptspiel durch die Karten, allerdings wird man dabei sehr viel häufiger in kleinere Scharmützel verwickelt, die eher an Taktik-Shooter als an Echtzeit-Strategie erinnern. Unterstützt wird dieser Eindruck durch den neuen "Direct Fire"-Modus, in dem der Spieler die direkte Kontrolle über die Einheit übernehmen und mit der Maus Ziele anvisieren kann. Allerdings ist dieser Modus eher eine nette Dreingabe als ein spielerischer Fortschritt, da er in der Praxis wenig nützlich ist.
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