Willkommen in Sunset Valley |
Mit dem frisch kreierten Sim zieht der Spieler in die Stadt Sunset Valley ein. Ob er es dabei im teuren Nobelviertel oder in einer günstigen Nachbarschaft versucht, beeinflusst - wie alles in "Sims 3" - den Spielverlauf. Der ist nämlich wie immer völlig offen: Ob man sich um die Karriere des Sims kümmert oder ihr Sozialleben auf Vordermann bringt, ihre Hobbies fördert oder eine Familie gründet, jedes Spiel verläuft anders. Wie im Vorgänger teilen die Sims ihre Wünsche und Bedürfnisse mit, ob man diese erfüllt, steht aber frei. Neu sind die 32 Lebensträume, die das Leben der Sims und ihr Glücksgefühl beeinflussen. Schafft man es beispielsweise, seinem Sim den Traum vom Weltallausflug zu erfüllen, wird man mit besonderen Errungenschaften belohnt. Aber auch kleine Erfolge wie ein positiv verlaufender Flirt oder eine Beförderung im Job werden mit neuen Fähigkeiten oder Einrichtungsgegenständen für das Domizil belohnt. Der eigentliche Reiz von "Die Sims 3" ist aber die Tatsache, dass die Computermenschen deutlich selbstständiger agieren als im Vorgänger. Zwar kann man immer noch jeden Aspekt ihres Lebens bestimmen, dennoch lädt das intelligente Verhalten der Sims zum Zuschauen ein. Das ist besonders dann interessant, wenn sie die eigenen vier Wände verlassen und in der riesigen Stadt herumlaufen. Die einzelnen Nachbarschaften sind im dritten Teil miteinander verbunden und mitsamt allen Häusern und Einrichtungen frei begehbar, was den Entdeckerdrang befriedigt.
Computer-Nachrichten.de MeinungMan nehme alles, was "Die Sims 2" und seine Add-ons gut gemacht hat, füge eine ganzen Haufen neuer Optionen hinzu, würze das ganze mit einem gehörigen Schuss KI- und Grafik-Tuning sowie einer riesigen Spielwelt und heraus kommt... ein Spiel, dass alle Fans der Vorgänger verzücken und Skeptiker mit noch tieferen Stirnrunzeln zurücklassen wird. Die Entwickler haben "Die Sims 3" bis unter den Rand vollgestopft mit Ideen und kreativen Möglichkeiten - fast schon zu einem Maße, bei dem Neulinge trotz gelungener Tutorials ein wenig überfordert werden. Mit der Zeit hat man das Leben der Sims aber gut im Griff und erfreut sich an den vielen kleinen Details; etwa der Möglichkeit, Filme der Sims über ein Online-Portal mit anderen Spieler zu teilen. Kurzum: Wer "Die Sims 2" mochte, wird "Die Sims 3" lieben - und das sind nicht gerade wenige Spieler.
Ingo Notthoff |