Ein "System Seller" kommt nach Deutschland |
Die Xbox 360 ist zwar in Europa und den USA nach wie vor erfolgreich, im Konsolen-Mutterland Japan fristet sie allerdings für gewöhnlich ein Schattendasein hinter Nintendos Wii und Sonys Playstation 3 - wie gesagt, für gewöhnlich! Im Februar 2009 stand nun aber plötzlich die Microsoft-Konsole ganz oben in den fernöstlichen Verkaufscharts. Für Marktbeobachter stand der Grund schnell fest: Entwickler Tri-ace veröffentlichte zur gleichen Zeit mit "Star Ocean: The Last Hope" den vierten Teil der 1996 gestarteten Science-Fiction-RPG-Reihe exklusiv für die Xbox 360. Das Spiel erwies sich als "System Seller" und stellte zumindest die japanischen Fans zufrieden. Neben dem bekannten Setting, dass ein wenig an Klassiker wie Star Trek und Star Wars erinnert, bietet die Xbox 360-Premiere von "Star Ocean" die serientypischen Echtzeitkämpfe und ein interessantes Crafting-System. Über Publisher Koch Media erscheint "The Last Hope" nun endlich in Deutschland. Kann das Sci-Fi-Epos spielerisch überzeugen?
Einheitsbrei im All  |
Anders, als der Untertitel vermuten lässt, erzählz "Star Ocean: The Last Hope" nicht das Ende, sondern die Vorgeschichte der Reihe. Im Jahr 2087 liegt die Erde nach dem dritten Weltkrieg in Trümmern und sucht ihre letzte Chance darin, bewohnbare Planeten im All zu entdecken. Als Edge Maverick obliegt es dem Spieler, zusammen mit seiner Crew diese Aufgabe zu erledigen. Natürlich kommt es, wie es kommen musste, schon beim ersten Ausflug ins All crasht das Raumschiff und die Truppe muss sich alleine auf einem fremden Planeten durchschlagen. Von hier an entwickelt sich eine typische Japan-RPG-Geschichte, in der die Helden ihre besonderen Fähigkeiten entdecken und ihr Schicksal erfüllen und... jede Menge andere Sachen machen, die am Ende kaum in Erinnerung bleiben werden. Falls es bislang noch nicht rübergekommen ist: Die Story ist der große Schwachpunkt des neuen "Star Ocean". Weder kann die flache Handlung im Jahr 2009 noch irgendeinen SciFi-Fan überraschen, noch schaffen es die zweidimensionalen Charaktere, irgendeine emotionale Bindung entstehen zu lassen.
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