Fordernde Kämpfe |
Trotz der mauen Geschichte vermag "Star Ocean: The Last Hope" stundenlang vor den Fernseher zu fesseln. Der Grund dafür ist das hervorragende Kampfsystem. Die in Echtzeit ablaufenden Scharmützel mit den unzähligen Feinden gehen dank intuitiver Steuerung leicht von der Hand und werden nicht langweilig. Das liegt vor allem an den taktischen Möglichkeiten: So lassen sich durch richtiges Timing vernichtende Kombos den Partymitgliedern ausführen oder Feinde überraschen, alternativ kann man sich aber auch an Gegnergruppen vorbeischleichen. Absolutes Highlights sind die Schlachten gegen die bildschirmfüllenden Bosse, die jeweils eine individuelle Taktik erfordern. Neben den Kämpfen gehört auch das Erstellen eigener Gegenstände zu den Highlights von "Star Ocean". Im neuen Teil geschieht dies über ein Minispiel, in der die Crewmitglieder ihre Ideen austauschen - das ist innovativ und motivierend. Grafisch ist das Spiel ebenfalls gut gelungen und kann neben dem abwechslungsreichen Planetendesign vor allem mit schönen Zwischensequenzen und natürlich den tollen Kampfanimationen begeistern.
Computer-Nachrichten.de Meinung"Star Ocean: The Last Hope" macht spielerisch fast alles richtig - und das dürfte vielen Fans reichen. Im Vergleich zum typischen Rundenkampf von Japan-RPGs sind die actionreichen Scharmützel des neuesten Tri-Ace-Sprösslings eine Wohltat. Dazu kommt, dass das Spiel durch seinen vergleichsweise nicht-linearen Ablauf zum Erkunden der weitläufigen Galaxis einlädt und mit dem Crafting-System viel Raum zum Experimentieren ermöglicht. Schade, dass die Geschichte des Spiels nur Sci-Fi-Einheitsbrei bietet und die Charaktere zuweilen durch miese Dialoge nerven. Wer darüber hinweg sehen kann, erhält mit "The Last Hope" aber ein spielerisch anspruchsvolles Action-RPG, wie es auf der Xbox 360 nicht viele gibt.
|