Actionhit mit B-Movie-Story"Prototype" demonstriert den kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Film und Videospielen als Unterhaltungmedien nahezu perfekt: Im Kino würde die Geschichte um eine verheerende Seuche, die New York zerrüttet und einen Protagonisten, der durch militärische Experimente mutiert und sich in einer blutigen Schlacht auf die Suche nach seiner Identität begibt, den meisten Kritikern wohl nur ein Naserümpfen entlocken. Auf PC, Xbox 360 und PS3 hingegen resultiert die simple Grundidee in einem grandiosen Actionspektakel, das lange vor den Controller fesselt. Das neueste Werk von Activision Blizzard erscheint am 12. Juni.
Rückblick auf's Chaos |
In den ersten Minuten von "Prototype" erlebt man den Hauptdarsteller und Antihelden Alex Mercer auf dem Höhepunkt seiner genetischen Manipulation, ehe das Spiel die Zeit zurückdreht und den Anfang der Geschichte erzählt. Mercer erwacht in seinem New Yorker Apartment, um festzustellen, dass er sein Gedächtnis verloren und dafür die Fähigkeit erhalten hat, seine genetischen Eigenschaften nach belieben zu ändern - was unter anderem in der im Spielverlauf nicht eben unwichtigen Fähigkeit resultiert, seine Feinde mit einem Klingen-Arm zu zerhäckseln. Schnell stellt sich heraus, dass er dabei im Zentrum einer gigantischen Verschwörung ist, in der das Militär eine entscheidende Rolle spielt. Um der Sache auf den Grund zu gehen, kämpft sich Mercer durch eine düstere Version von Manhattan, dessen Bewohner in bester B-Movie-Manier von einer Seuche befallen sind, die sie zu hirnlosen, aber gefährlichen Zombies werden lässt. Als Spieler ist man mittendrin im schwelenden Konflikt und muss sich nicht nur mit den Untoten, sondern auch mit den Soldaten herumschlagen, die den guten Alex wieder unter ihre Kontrolle bringen wollen. Spielerisch erinnert das Ganze dabei an eine Mischung aus "Grand Theft Auto" (die Spielwelt ist von Anfang an völlig offen) , "Resident Evil" und "Assassin's Creed" - und ja, das ist eine gute Sache!
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