Sie lebten glücklich und zufrieden? Diesmal nicht!Böse sein ist gut - zumindest manchmal. Im Falle des 2007 erschienenen Action-Adventures "Overlord" sowie dessen Erweiterung "Raising Hell" lässt sich diese These zumindest durchaus bestätigen. Das Spiel versetzte den Spieler in die die Rolle eines Fieslings, der sich mit der Hilfe der Goblin-ähnlichen Schergen zum (Schreckens-)Herrscher über ein klischeehaftes Fantasyreich emporschwingt. Jetzt haben die niederländischen Entwickler von Triumph Studio endlich die Fortsetzung fertiggestellt, die Codemasters Ende Juni für PC, Xbox 360 und Playstation 3 in den Handel bringt. Die Fans des Erstlings dürfen sich freuen: "Overlord II" erweitert das Spielkonzept sinnvoll, ohne es zu verkomplizieren - auch wenn es diesmal noch einen Tick böser wird...
Die Saat des Bösen |
Am Ende von "Raising Hell" verschwand der Overlord im Abgrund der Hölle, was seine Schergen trauernd zurückließ. Doch zum Glück für die kleinen Fieslinge hinterließ ihr ehemaliger Chef seine Mätresse schwanger zurück,sodass der Nachwuchs in die Fußstapfen des Vaters treten kann. Das ist auch bitter nötig, denn in Abwesenheit des Oberfieslings ist das (von den alten Römern inspirierte) Glorreiche Imperium in das Land einmarschiert, dass sämtliche magische Kreaturen ausrotten will. Die Geschichte, die erneut aus der Feder von Terry Pratchetts Tochter Rhianna stammt, nimmt dabei nicht nur typische Fantasy-Klischees auf's Korn, sondern spielt auch geschickt auf gesellschaftspolitische Themen wie fehlende Völkerverständigung und sogar (in Form von öko-aktivistischen Elfen) Umweltschutz an. Der Spieler übernimmt die Geschicke des Overlord-Sprösslings bereits in dessen Jugend, in der er zunächst durch die Schergen "erzogen" wird. Schon diese Tuturorial-Missionen geben einen Vorgeschmack auf das spätere Spiel: Es geht fies zu in "Overlord II".
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