Rückkehr des KlassikersAnfang der 1990er löste Capcom mit "Street Fighter 2" einen unglaublichen Boom für Prügelspiele aus. Ob in den Spielhallen oder - dank großartigen Umsetzungen - auf heimischen Konsolen, überall löste das Gekloppe mit den Kultfiguren Ken, Ryu und Chun-li absolute Begeisterung aus. Über die Jahre wurde der Titel immer wieder neu aufgelegt (zuletzt unter dem Titel "Super Street Fighter II Turbo: HD Remix" als Download für Xbox 360 und PS3) und hat sich gegen die Konkurrenz von 3D-Fightern wie "Tekken" eine große Fanschar erhalten. Nach dem guten, aber spielerisch sehr unterschiedlichen "Street Fighter III" hat Capcom nun endlich den langersehnten vierten Teil der Reihe fertiggestellt. Konsolenbesitzer pügeln sich bereits seit März durch "Street Fighter IV", jetzt kommen endlich auch PC-Besitzer in den Genuss des Titels - angesichts des auf Computern eher spärlich vertretenen Prügler-Genres eine echte Wohltat!
HODUKEN!Schon nach wenigen Minuten mit "SFIV" stellt sich das klassische Spielgefühl wieder ein: Die Entwickler haben sich bewusst von modernen Spieleinflüssen wie übertriebenen Minispieleinlagen gelöst und den Fokus auf das bewährte Arcade-Gameplay gelegt. Jeder der 25 Kämpfer (neben vielen alten Bekannten warten sechs neue Herausforderer) verfügt neben den sechs Grundangriffen über ein ganzes Arsenal an Spezialattacken, die serientypisch durch geschickte Buttonkombinationen ausgelöst werden. Gerade Veteranen werden sich schnell am Gamepad zuhause fühlen, sind einige der Angriffe (etwa Guiles "Sonic Boom" oder Ryus Feuerball, inklusive "Hoduken!"-Schrei) doch Eins-zu-Eins aus dem 1991er-Original übernommen. Aber Capcom hat nicht nur Altbewährtes aufgewärmt, sondern das Spielprinzip auch deutlich erweitert.
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