Wie Magath im Monster-LandApropos Einsteiger: Wer das Original nicht kennt, muss sich in Blood Bowl erst eine ganze Weile einarbeiten, denn die Möglichkeiten sind äußerst komplex. Das gilt im besonderen für den Manager-Modus: Darin übernimmt der Spieler das Management eines Fantasy-Teams, stellt seine Mannschaft zusammen, baut in Rollenspiel-Manier die Fähigkeiten seiner Spieler aus und kümmert sich sogar um Sponsorenverträge oder die moralische Unterstützung durch Cheerleader. Hat man die Einarbeitungszeit einmal hinter sich, entfaltet "Blood Bowl" hier ein fast schon süchtigmachendes Motivationspotenzial. Das liegt vor allem an den vielfältigen Gegnern und den umfangreichen Upgrade-Möglichkeiten. Ebenso gelungen sind die Kämpfe gegen menschliche Gegner. Der Multiplayer-Modus fängt die Faszination des Originals erstaunlich gut ein und gefällt vor allem durch das Online-Ranking.
Computer-Nachrichten.de MeinungWer die Brettspiel-Vorlage kennt, merkt schnell, wieviel Liebe zum Detail Cyanide in "Blood Bowl" gesteckt hat. Die Umsetzung des Spielkonzepts ist einerseits originalgetreu, vermag aber andererseits auch interessierte Neueinsteiger zu faszinieren. Natürlich muss man sich für das etwas abgedrehte Spielprinzip begeistern können, denn Football-spielende Elfen sind sicherlich nicht jedermans Sache. Auch ist die grafische Umsetzung zwar gut gelungen, allerdings könnte der nicht unerhebliche Gewaltfaktor (gewürzt mit "Warhammer"-typischen schwarzen Humor) auf zartbesaitete Spieler abschreckend wirken. Davon abgesehen ist "Blood Bowl" aber eine äußerst gelungene Umsetzung des Tabletop-Spiels, die allenfalls durch gelegentliche Aussetzer der KI und die steile Lernkurve getrübt wird.
Ingo Notthoff |